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Der Zoo Zürich ist der zoologische Garten von Zürich in der Schweiz. Der Zoo wurde im Jahre 1929 eröffnet.

Lage Bearbeiten

Der Zoo liegt oberhalb der Stadt auf dem Zürichberg im Quartier Fluntern. Die exponierte Lage auf 600 m ü.M. bereitete vor allem am Anfang Probleme, als die meisten Unterkünfte für die Tiere noch nicht beheizt waren und das Gebiet noch nicht an die Wasserversorgung angeschlossen war. Heute bietet das Gebiet am Stadtrand zwischen Wiesen und Wäldern den Vorteil, dass dem Zoo noch einige Hektar Fläche für Erweiterungen zur Verfügung stehen.

Besucher können die Anlage direkt vom Zürcher Hauptbahnhof mit der Tramlinie 6 erreichen. Da die Tramhaltestelle 300 Meter vom Eingang entfernt ist, werden verschiedene andere Möglichkeiten diskutiert, wie der Zoo besser erschlossen werden könnte. Neben einer Verlängerung der Tramlinie wird auch eine Seilbahn von der S-Bahn-Station Stettbach auf der anderen Seite des Berges in Betracht gezogen. Für Autos stehen Parkplätze zur Verfügung, die aber an vielen Wochenenden nicht ausreichen. An diesen Tagen steht den Besuchern ein Pendelbus zu einem nahe gelegenen Parkplatz zur Verfügung.

Im Jahr 2004 nimmt der Zoo Zürich eine Fläche von fast 15 Hektar ein, auf der etwa 380 Tiere leben. Der Zoo zählt zu den wichtigen Sehenswürdigkeiten der Stadt Zürich. Direktor ist seit 1991 Dr. Alex Rübel. Das Unternehmen beschäftigt über 100 Leute, deren Gehälter den grössten Teil des täglichen Betriebsaufwands von SFr. 51'100 (Stand 2004) ausmachen.

Realisierte Ausbauschritte Bearbeiten

  • Südamerikanischer Bergnebelwald (Brillen- und Nasenbären)
  • Eurasisches Feuchtgebiet (Teichanlage für heimische und nordasiatische Vögel)
  • Himalaya-Anlage (Sibirischer Tiger, Wölfe, Schneeleoparden, Kleine Pandas)
  • Zoolino (Streichelzoo mit einheimischen Nutztieren)
    • Naturwerkstatt (Kursräume für Kinder-Gruppen)
  • Masoala Regenwald (madagassisches Regenwaldhaus)

Im Bau Bearbeiten

  • Indischer Trockenwald (Anlage für den Indischen Löwen und Asiatischer Otter, Bauzeit: 2005–2006

Geplante Projekte Bearbeiten

  • Elefantenpark
  • Äthiopisches Gebirge (Dscheladas, Steinböcke)

Weitere Ausbauschritte bis 2020 Bearbeiten

  • Südamerikanischer Regenwald (Kapuzineraffen, Tapir)
  • Afrikanischer Regenwald (Gorillas)
  • Savanne (Giraffen, Antilopen, Strausse)
  • Asiatische Wüste (Kamele, Oryxantilopen)

Tierbestand Bearbeiten

Im Zoo Zürich leben rund 380 Tierarten. Es werden nur Tiere gehalten, die artgerecht leben können. Aus diesem Grund wurden beispielsweise Eisbären abgegeben. Um die Zucht garantieren zu können, werden von jeder Tierart mindestens ein Weibchen und ein Männchen gehalten.

Attraktionen Bearbeiten

Südamerikanischer BergnebelwaldBearbeiten

Die 1995 eröffnete Bärenanlage bietet auf mehr als 2'500 m² den Brillenbären und Nasenbären einen naturgetreuen Lebensraum. Die Tiere teilen sich die Anlage. Mehrere Gräben bieten aber die Möglichkeit, einzelne Tiere voneinander zu trennen oder den Tierpflegern das Füttern und Reinigen zu erlauben.

Eurasisches Feuchtgebiet Bearbeiten

Rund um einen grossen Teich leben und brüten zahlreiche eurasische Vögel (u.a. Enten, Gänse und Jungfernkraniche). Die meisten Störche sind Wildtiere, die im Winter mit ihren Artgenossen nach Süden ziehen – einige verbringen auch die kalte Jahreszeit im Zoo. Die Europäischen Sumpfschildkröten (Emys orbicularis) können manchmal beim Sonnenbad beobachtet werden. Der Besucher kann auf einem Steg durch die Anlage gehen.

Himalaya-Anlage Bearbeiten

Die Bewohner dieser Anlage (Sibirische Tiger, Wölfe, Schneeleoparden und Kleine Pandas) sind auf mehrere Gehege aufgeteilt. Den verschiedenen Tierarten stehen grosse Anlagen zur Verfügung, die ihre natürlichen Lebensräume abbilden. Nachwuchs bei den beiden Katzenarten und den Wölfen zeigt, dass die Tiere sich in den neuen Gehegen wohl fühlen.

Elefantenhaus Bearbeiten

Die Anlage für Asiatische Elefanten entspricht nicht mehr den Bedürfnissen an eine bestmögliche Tierhaltung. Eine Erweiterung der Innenanlage wurde 2005 abgeschlossen, eine umfassende Erneuerung ist geplant. Die vielen Elefantenbabys sind Publikumslieblinge. Die letzten Jungtiere sind am 3. Mai und 24. Juli 2005 zur Welt gekommen.

Zoolino Bearbeiten

Der kleine Zoo für die kleinen Besucher zeigt einheimische Nutztiere wie Schweine, Gänse, Hühner, Ziegen sowie Meerschweinchen und Präriehunde.

Hauptgebäude Bearbeiten

Hier sind zahlreiche Terrarien und Aquarien untergebracht. Bei den Besuchern besonders beliebt sind die Siam-Krokodile und Königspinguine, die im Winter in einer Aussenanlage untergebracht sind (im Sommer das Quartier der Humboldt-Pinguine) und bei tiefen Temperaturen täglich durch den Zoo spazieren. Im Hauptgebäude haben auch die Flamingos ihr Winterquartier sowie die Tapire, die Capybaras und die Ameisenbären ihre Stallungen. Letztere hatten in den letzten Jahren wiederholt Nachwuchs.

Masoala Regenwald-Halle Bearbeiten

Im Sommer 2003 wurde eine Regenwald-Halle eröffnet. Das europaweit in dieser Grösse einmalige Regenwaldhaus bildet ein Stück des madagassischen Masoala-Regenwaldes in der Schweiz ab. Die ausschliesslich aus Madagaskar stammenden Pflanzenarten entwickeln sich dank einem lichtdurchlässigem Dach aus einer Spezialfolie und spezieller Haustechnik auch in Mitteleuropa erfreulich gut. Die Tiere (gehalten werden 42 Tierarten, unter anderem Lemuren, Makis, Chamäleons, Flughunde, Aldabra-Riesenschildkröten, Vögel, Geckos, Frösche, Echsen und Insekten) können sich in der Halle, die eine Fläche von gut einem Hektar bedeckt, frei bewegen. Die Besucher müssen sich an die Wege halten. Das Berühren der Pflanzen (mehr als 20'000 Stück aus 92 Familien) ist verboten. Rasches Wachstum der Pflanzen und reger Nachwuchs bei den Tieren zeugen davon, dass der künstliche Regenwald ihnen gut bekommt. Erstmals gelang ausserhalb Madagaskars die Aufzucht der gefährdeten Vogelart Mähnenibis ( Lophotibis cristata), und die Eingriffe der Revierpfleger in die Pflanzenwelt werden auf ein Minimum reduziert.

Der Halle angegliedert ist ein Informationszentrum, das über Madagaskar, Masoala, die Zerstörung des Regenwaldes und die Bedeutung des Tropischen Regenwaldes berichtet. Ein Terrarium zeigt Echsen, die in der Halle teilweise nicht leicht zu entdecken sind, ein anderes madagassische Hundskopfboas. Ein grosses Aquarium bildet ein Stück Korallenriff vor Masoala ab. Mit 2% der Einnahmen des Zoo-Restaurants und den im Informationszentrum gesammelten Spenden unterstützt der Zoo Zürich Naturschutz-Projekte im Masoala-Nationalpark.

Mit Kosten von SFr. 52 Millionen, zum grossen Teil durch eine private Spende finanziert, ist die Halle das grösste Projekt des Zürcher Zoos. Sie ist auch die Hauptattraktion und zieht viele zusätzliche Besucher an.

Naturwerkstatt Bearbeiten

Die im Sommer 2005 eröffnete Naturwerkstatt möchte den Stadt-Kindern Bauernhoftiere und Wildtiere, die im Siedlungsraum leben, näher bringen. Ein Schwerpunktthema des Hauses sind die heimischen Fledermäuse, die hier von der Stiftung Fledermausschutz betreut werden.

Tiergartengesellschaft Zürich Bearbeiten

Der Verein Tiergartengesellschaft Zürich, der nach seiner Gründung 1925 dem Zoo Zürich zur Entstehung verhalf, unterstützt noch heute den Zoo. Die vielen Mitglieder finanzieren die Ausbauprojekte.

Weblinks Bearbeiten



Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Zoo Zürich aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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