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Der Wildpark Alte Fasanerie ist ein Wildgehege bei Klein-Auheim, einem Stadtteil von Hanau. Die Anlage ist 107 Hektar groß und beherbergt rund 40 mittel- und nordeuropäische Tierarten mit gut 350 Exemplaren. Das Gehege geht auf eine 1705 von Erzbischof Lothar Franz von Schönborn geschaffene Fasanerie zurück. Der Park ist heute ein beliebtes Naherholungsziel für Menschen aus dem ganzen Rhein-Main-Gebiet.

Die TiereBearbeiten

Das Hauptkontingent stellen Wildtiere aus deutschen Wäldern, wie Hirsche, Rehe, Wildschweine, dazu kommen Wisente, Wölfe, Elche und ein Luchs. Neben Wildtieren werden auch Haustierrassen wie Rhönschafe, Thüringerwald-Ziegen, Bentheimer Landschweine und Skudden gezeigt. In kleineren Gehegen werden Wildkatzen, Waschbären, Füchse, Frettchen und Steinmarder gehalten. Vogelvolieren beherbergen Gold-, Silber- und Jagdfasan, Uhus, Schneeeulen, Krähen sowie verschiedene Taubenarten.

Teilweise haben sich auch wild lebende Tiere auf dem Gelände angesiedelt, zum Beispiel eine Kolonie Graureiher.

Das GeländeBearbeiten

Die 107 Hektar des Geländes bestehen aus 93 Hektar Waldfläche sowie 14 Hektar Wiesen, Wege, Wasser und Freiflächen. 15 Kilometer Wanderwege durchziehen den Park. Die Gehege sind großzügig angelegt und bieten den Tieren Rückzugszonen. Allein das Rotwildgehege ist 12 Hektar groß (so groß wie die Gesamtfläche des Frankfurter Zoos) und landschaftlich strukturiert mit Wald, Wiesen und Teichen.

Direkt neben dem Eingang befindet sich ein Forstmuseum, wo Informationen zur Forstgeschichte, zur modernen Waldbewirtschaftung und über frühere Waldberufe vermittelt werden.

Bei Führungen und für Schulklassen steht ein Informationszentrum zur Verfügung. Das alte Jagdhaus der Erzbischöfe ist heute eine Gaststätte.

GeschichteBearbeiten

Der Vorläufer des Wildparks war eine Fasanerie, die vom Mainzer Erzbischof Lothar Franz von Schönborn angelegt worden war. Diese "Untere Fasanerei" bestand aus 40 Hektar Wiese und hatte ständig Schwierigkeiten mit Hochwasser. Erzbischof Johann Friedrich Karl von Ostein erschloss daraufhin im Jahre 1746 die "Obere Fasanerie" und umgrenzte sie mit einer 3.800 Meter langen Basaltsteinmauer. Nach dem Reichsdeputationshauptschluss fiel das Gelände 1803 an die Landgrafen von Hessen-Darmstadt, die es bis zum Ende des Ersten Weltkriegs als Hofjagdrevier nutzten. Im Jahre 1945 übernahm die Hessische Landesforstverwaltung die Leitung. Die Umwandlung in einen Wildpark erfolgte im Jahre 1967.

BetreiberBearbeiten

Eigentümer des Wildparks ist heute das Land Hessen, den Betrieb hat das Forstamt Hanau-Wolfgang übernommen. An der Gestaltung, Ausführung und Finanzierung ist auch der "Verein der Freunde und Förderer des Wildparks Alte Fasanerie e.V. Klein-Auheim" beteiligt.

WeblinksBearbeiten



Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Wildpark Alte Fasanerie aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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