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Das Wasserschloss Werdringen befindet sich in Hagen-Vorhalle nahe der Ruhr am Harkortsee unterhalb des Kaisbergs, Nordrhein-Westfalen, Deutschland. Es beherbergt ein überregionales Museum für Ur- und Frühgeschichte.

GeschichteBearbeiten

Das Wasserschloss war ursprünglich ein Lehen der Herren von Burg Volmestein und erfährt seine erste urkundliche Erwähnung zur Mitte des 13. Jahrhunderts. Damals gehörte es zum Besitz der Erzbischöfe von Köln. Im Territorium der Herren von Volmestein befand sich auch der Hof und die Kirche zu Hagen. Sie waren die Keimzelle der späteren Großstadt Hagen.

Museum für Ur- und FrühgeschichteBearbeiten

SammlungBearbeiten

Am 7. November 2004 wurde im Wasserschloss Werdringen als Museum der Stadt Hagen und Außenstelle des Historisches Centrum Hagen|Historischen Centrum Hagen eine Dauerausstellung mit Schwerpunkt auf und Archäologie|archäologische Sammlungen, das Museum für Ur- und Frühgeschichte eröffnet. In kurzer Zeit entwickelte sich das Museum für Ur- und Frühgeschichte zu einem Hauptanziehungspunkt in der Region. Bereits wenige Monate nach der Eröffnung verzeichnete das Museum über 30.000 Besucher aus Nah und Fern.

Die Geschichte der Sammlung reicht über 200 Jahre zurück. Im Museum werden geologische und archäologische Funde verwahrt, die bereits im 18. Jahrhundert in der Region entdeckt wurden. Maßgeblichen Anteil besaßen die Sammlungen von Friedrich Harkort und Karl Ernst Osthaus, die im 19. und frühen 20. Jahrhundert angelegt wurden. Sie gelangten in den 1930er Jahren in den Besitz des in Hagen eröffneten und 1943-1945 zerstörten Sauerländischen Museums für Vor- und Frühgeschichte.

Erst 2004 erfolgte mit der Eröffnung des Museums für Ur- und Frühgeschichte im Wasserschloss Werdringen eine wissenschaftlich fundierte Ausstellung der reichhaltigen und überregional bedeutenden Sammlungsbestände. Das Museum für Ur- und Frühgeschichte kooperiert eng mit den Universitäten in Westfälische Wilhelms-Universität|Münster und Universität Köln|Köln sowie mit zahlreichen weiteren Instituten und der Bodendenkmalpflege.

AusstellungBearbeiten

Das Museum zeigt in einer modernen und inhaltlich anspruchsvollen Ausstellung die Entwicklung des Lebens und der Siedlungsgeschichte in Südwestfalen seit 450 Millionen Jahren. Neben Fossilien vom Ordovizium über das Karbon und die Kreidezeit bis zum Tertiär und zur Eiszeit thematisiert die Ausstellung die ur- und frühgeschichtliche Besiedlung von der Altsteinzeit, hierunter auch zahlreiche Funde aus der Balver Höhle und von anderen Fundplätzen in der Region, bis zum Mittelalter. Eine besondere Bedeutung haben dabei die archäologischen Funde von der Raffenburg, die den Alltag auf einer Landesburg im 13. Jahrhundert dokumentieren.

Gezeigt werden in dem mittelalterlichen Gebäude auch international bedeutende Funde, wie beispielsweise die Skelettreste von Menschen aus dem frühen Mesolithikum und die kleine Bronzeplastik eines Wasservogels aus der Hallstattzeit, die aus dem südlichen Alpenraum in das Sauerland gelangte.

Im Eingangsbereich werden die Besucher von einer lebensnahen Dermoplastik eines 3,70 Meter hohen und 6,50 Meter langen Mammut empfangen. Auch in den anderen Museumsabteilungen ergänzen nach wissenschaftlichen Erkenntnissen gefertigte Rekonstruktionen und Plastiken in hochwertiger Museumsqualität die originalen Fundstücke. Zu sehen sind unter anderem Dermoplastiken eines Wollhaarnashorns und eines Rentiers. An Arbeitsstationen können die Besucher selbständig mit Faustkeilen und anderen Werkzeugen tätig werden.

Das Museum bietet inhaltlich fundierte und breit gefächerte museumspädagogische Aktionen und Begleitprogramme für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, außerdem spezielle Programme für Schulklassen. Es besteht eine kleine Schlossgastronomie, die parallel zum Museum geöffnet ist.

In jedem Jahr findet ein großes Museumsfest sowie ein "Mittelaltermarkt|Mittelalter Spectaculum" statt, die jeweils mehr als 10.000 Besucher aus nah und fern anlocken.

Adresse und AnfahrtBearbeiten

  • Museum für Ur- und Frühgeschichte Wasserschloss Werdringen, Werdringen 1, D-58089 Hagen, Telefon: 02331-3067266 (Museumskasse), Telefon: 02331-2072740 (Verwaltung). Montag ist Ruhetag.
  • Busverbindungen: Linien 516 oder 532 bis Haltestelle "Brockhausen"; Linien 521, 536, 541, 591, SB71 bis Haltestelle "Vorhalle Mitte”; Direktverbindung vom Stadtmuseum und Stadtarchiv im Historischen Centrum Hagen: Buslinie 516 bis Haltestelle "Brockhausen"
  • Zugverbindungen: Bis Hagen Hauptbahnhof. Von dort weiter mit dem Bus (siehe oben). Mit der S-Bahn bis Bahnhof "Hagen-Vorhalle"
  • Mit der historischen Ruhrtal-Bahn bis zum Bahnhof Hagen-Vorhalle, dann Fußweg bis zum Wasserschloss.

WeblinksBearbeiten



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