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Die Stiftung Insel Hombroich in Neuss-Holzheim ist ein Ensemble von Freilicht-Kunstmuseen unter dem Motto "Kunst parallel zur Natur".

Ursprung und wichtigster Teil der Stiftung ist das Museum Insel Hombroich in der Erft-Aue. In einer Park-Auen- und Terrassenlandschaft, die Anfang der 80er Jahre von dem Landschaftsplaner Bernhard Korte erarbeitet wurde, liegen, zum Teil versteckt, zehn skulpturenartige Bauten, entworfen von dem Architekten Erwin Heerich. In diesen Gebäuden ist die von dem Düsseldorfer Sammler und Mäzen Karl-Heinrich Müller zusammengetragene Kunstsammlung untergebracht (u.a. Arp, Cézanne, Corinth, Fautrier, Yves Klein, Picabia, Schwitters, Kunst der Khmer und aus dem frühen China). Ateliers auf dem Museumsgelände besitzen bzw besaßen u.a. die bildenden Künstler Anatol Herzfeld und Gotthard Graubner, auf der Raketenstation der inzwischen verstorbene Lyriker Thomas Kling und die Fotografin Ute Langanky.

Die Insel Hombroich ist heute eine gemeinnützige Kulturstiftung des Landes Nordrhein-Westfalen, im November 1996 gegründet durch den Zusammenschluss von Karl-Heinrich Müller, des Kreises und der Stadt Neuss und mit finanzieller Hilfe des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Stiftung ist ihrem Selbstverständnis nach Träger eines "Kulturraumes" oder "Kulturlabors", in dem sich die seit 1982 entstandene Museumsinsel Hombroich mit Natur, Gebäuden und Sammlungsstücken zusammenfindet, mit Ateliers, sowohl im Museumsbereich als auch auf der benachbarten Raketenstation. Letztere bildet eine Art Arbeitslabor durch die Ansiedlung von Ateliers für bildende Künstler, Werkstätten, Veranstaltungsräumen, Labors und Büroräumen für Wissenschaftler und von Seminargebäuden mit klosterartigen Übernachtungsmöglichkeiten. Hier entsteht ein Ort, der sich noch um ein Gelände zwischen der Raketenstation und der Museumsinsel Hombroich erweitern wird, auf dem der dänische Künstler Per Kirkeby Gebäude für mehrere Institutionen (Literaturinstitut, Filmdokumentationsinstitut, Architekturinstitut usw.) planen und erstellen wird.

Seit September 2004 ist auf dem Gelände der Raketenstation das Kunst- und Ausstellungshaus der Langen Foundation zu besichtigen, entworfen von dem japanischen Architekten Tadao Ando. Es enthält die Sammlung des Unternehmer-Ehepaars Viktor und Marianne Langen mit dem Schwerpunkt japanische Kunst und Malerei der westlichen Moderne. Der Strategischer Bahndamm|Strategische Bahndamm tangiert das Museumsgelände.

  • Das Museum Insel Hombroich ist täglich (auch montags) geöffnet, und zwar vom:
- 1. April bis 30. September: 10.00-19.00 Uhr
- 1. bis 31. Oktober: 10.00-18.00 Uhr
- 1. November bis 31. März: 10.00-17.00 Uhr
  • Die Öffnungszeiten der Langen Foundation:
- Dienstag bis Sonntag: 10.00-18.00 Uhr (montags geschlossen)

Projekt "Raumortlabor" Bearbeiten

Zusammen mit namhaften Architekten (u. a. Raimund Abraham, Tada Ando, Daniel Libeskind, Frei Otto und Alvaro Siza) treibt der Kunstsammler und Hombroich-Gründer Karl-Heinrich Müller die Weiterentwicklung des Geländes rund um die Raketenstation voran. Auf einem rund 250 ha großen Areal, das zwischen Neuss-Holzheim und Grevenbroich-Kapellen liegt und auf dem zurzeit Getreide und Raps angebaut wird, soll die Vision des Raumortlabors Hombroich Wirklichkeit werden.

Das Ziel dieses ehrgeizigen Projekts besteht darin, vor den Toren der Stadt Neuss eine neue Form der Stadtlandschaft zu etablieren. Die intensive Landwirtschaft soll langfristig in eine naturnahe Landschaft mit extensiver Landwirtschaft und besonderen Architekturformen umgestaltet werden. Für diese innovative und einzigartige Idee hat der ehemalige Immobilienmakler junge und etablierte Architekten gewonnen und ihnen seine Philosophie mit auf den Weg gegeben: Hombroich will Stadtgebilde und Raumentwicklungen nicht revolutionär in Frage stellen oder reformieren. Das Projekt versteht sich vielmehr als „Ringen um unterschiedliche architektonische Formen, die aus sich selbst heraus Wandel erzeugen und zulassen (Müller)."

Weblinks Bearbeiten



Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Stiftung Insel Hombroich aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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