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Schloss Oberwiederstedt ist ein ehemaliges Rittergut in Wiederstedt im Landkreis Mansfelder Land in Sachsen-Anhalt. Es ist Sitz der Novalis-Forschungsstätte für Frühromantikforschung.

Geschichte vor 1945Bearbeiten

Das Renaissanceschlösschen war von 1261 bis zur Reformation und der daher rührenden Säkularisation Ausweichquartier der umgesiedelten Nonnen, die zuvor in Kupferberg bei Hettstedt ansässig waren.

1772 wurde das Gut, das die freiherrliche Familie von Hardenberg im 17. Jahrhundert durch Heirat zu ihren Besitzungen gewinnen konnte, zur Geburtsstätte des Dichters Friedrich von Hardenberg, der sich Novalis nannte.

Bis zur Enteignung und Vertreibung der Familie im Oktober 1945 blieb das Rittergut Familiensitz der Freiherren von Hardenberg.

Geschichte nach 1945Bearbeiten

Im „Arbeiter- und Bauernstaat“ erfuhr das Gut eine Nutzung als Altenheim bis in das Jahr 1981, dann wurde es aufgegeben und verfiel zusehends. Mitte der 80er Jahre war es von der Liste der zu erhaltenden Baudenkmäler gestrichen. Bevor es jedoch endgültig abgerissen werden konnte, bildete sich in den letzten Tagen der DDR 1989 eine Bürgerinitiative zum Erhalt der Anlage. Somit ist es den Bewohnern des Dorfes Wiederstedt zu verdanken, dass das Schloss erhalten und zunächst privat wieder instand gesetzt wurde. Es folgte die Gründung der „Interessengemeinschaft Novalis“, heute Kuratorium Novalis-Geburtshaus e. V.

Die Forschungsstätte für FrühromantikBearbeiten

Am 2. Mai 1992 wurde das teilrestaurierte Gut anlässlich des 220. Geburtstages seines berühmtesten Sohnes dem Landkreis zur öffentlichen Nutzung übergeben. Die Internationale Novalis-Gesellschaft wurde durch das Kuratorium, Forscher und Novalis-Freunde aus der ganzen Welt gegründet.

Bereits 1993 begann die Forschungsstätte – eingerichtet u.a. mit Landesmitteln und durch den Landkreis – mit der Arbeit.

Heute ist Schloss Oberwiederstedt Sitz einer Forschungsstätte für Frühromantik (Leiterin: Gabriele Rommel), des Novalismuseums, der Internationalen Novalis-Gesellschaft e. V. und der Novalis-Stiftung „Wege wagen“.

Auch weiterhin sind Restaurierungs- und Erhaltsmaßnahmen von Nöten, vor allem an der ehemaligen Taufkirche. Darüber hinaus konnte auf dem Territorium ein altes Dominikanerkloster teilweise rekonstruiert werden.

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