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Schloss Filseck liegt idyllisch hoch über der Bundesstraße 10 gelegen zwischen dem Ort Faurndau und Uhingen mit Blick in das Filstal und den Hohenstaufen zwischen der Buckelwiese und im Filsecker Feld. Das Schloss gehört zur Stadt Uhingen in Baden-Württemberg. Erreichbar ist das Schloss zu Fuß oder mit dem Fahrrad von Uhingen aus oder mit dem PKW über Faurndau Richtung Sparwiesen (Teilort von Uhingen).

Architektur und Baugeschichte Bearbeiten

Heute ist Schloss Filseck ein geschlossener Bau mit einem Nord-, Ostflügel und einem Süd- und Westflügel im Stile der Renaissance mit einem Gewölbekeller aus der Staufer|Stauferzeit.

Der Grundriss Filseck zur Stauferzeit war noch recht einfach, bestehens auf bewohtem Nordturm und den Befestigungsmauern.
1596/7 zog Burkhard von Berlichingen, den staufischen Wohnturn mit einbeziehend, den Nordflügel in Renaissance-Mauerwerk neu hoch
1736 Graf Karl Magnus Freiherr von Ertringen setzte auf den staufischen Ostflügel den zweiten Stock, dadurch entstand ein vierflügliches Schloß in gleicher Firsthöhe
1850 wurde eine modernes Wirtschaftgebäude erstellt. Die Schlossflügel bekamen Stuckdecken, die Außenseiten neuen Verputz.

Heutige Nutzung Bearbeiten

Das Schloss beherbergt heute neben dem Restaurant und Sälen sowie den zugehörigen Wohnungen das Kulturamt des Landkreises Göppingen mit Kreisarchiv und Kreisarchäologie. Im Dachgeschoss befindet sich die Dokumentation zur Schlossgeschichte des „Förderkreises Schloss Filseck“.

Die Säle des Schloss Filseck:

In der Dürnitz

Der Saal diente einst der Schlossmannschaft als Aufenthaltsraum, zu Beginn des 18. Jahrhunderts als Kapelle des Klosters Schöntal/Jagst und dann als Remise. Heute dient der Saal dem Schlossrestaurant als Raum, in dessen Fußboden sich eine stauferzeitliche Mauer, archäologische Funde in einer Wandvitrine und ein Schlachtenbild eines niederländischen Malers befinden.

Der Berlichingen-Saal

Dieser Saal mit seinen 36 Plätzen erinnert an den Erbauer des Schlosses. Ihn schmückt ein nach Orginalresten gestalteter gusseisener Kastenofen von 1598 mit Kachelaufsatz.

Der Münch-Saal

Dieser Saal mit seinen 60 Plätzen erinnert an die Augsburger Patrizier- und Bankiersfamilie von Münch, die das Schloss von 1749 bis 1920 besaß. Der Saal wurde nach restauratorischen Befunden wiederhergestellt. Ornamentale Malereien, bandelliertes Fachwerk und Gefache sowie eine Wandtäfelung prägen den Renaissanceraum.

Landkreisräume

Die drei Räume in der Nordwestecke des Obergeschosses stehen in der Nutzung des Landkreises. Sie können für Veranstaltungen von der Landkreisverwaltung angemietet werden. Ihre Bewirtschaftung ist nur über den Pächter des Restaurants möglich.

Der Leutrum-Saal

Dieser Saal (50 Plätze) mit Bandel-Stuck aus der Zeit des Rokoko erinnert an Freiherr Carl Magnus Leutrum von Ertingen.

Das Waggershauser-Zimmer

Dieses Zimmer (12 Plätze) gedenkt der von 1906 bis 1968 das Gut als Pächter umtreibenden Familie. Ein bemalter Biedermeierschrank und ein Landschaftsbild des auf Filseck geborenen Malers Eugen Wolff (1873-1937) schmücken den Raum.

Der Moser-Saal

Dieser Saal im Westflügel (50-80 Plätze) ist der Familie gewidmet, die im 16. Jahrhundert kurze Zeit Filseck besaß. Ihr Mitglied Johann Jakob Moser war einer der bedeutendsten europäischen Staatsrechtler des 18. Jahrhunderts.

Siehe auch Bearbeiten

  • Portal:Architektur und Bauwesen, Architektur|Architektur

Weblinks Bearbeiten



Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Schloss Filseck aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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