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Die Schatzkammer ist ein Teil der Sammlungen des Hauses Habsburg, in dem diejenigen Teile zu finden sind, die die höchste dynastische oder religiöse Bedeutung hatten. Sie daher in eine Geistliche und eine Weltliche Schatzkammer gegliedert. Es handelt sich um eine der bedeutendsten Sammlungen dieser Art.

Untergebracht ist diese Sammlung, die eine Abteilung des Kunsthistorischen Museums ist, im Schweizertrakt der Hofburg, wo sich zuvor die Küche befand. Original ist noch die schmiedeiserne Eingangstür mit dem Monogramm Kaiser Karls VI., die als solche aber nicht mehr verwendet wird.

In der Geistlichen Schatzkammer befinden sich vor allem Andachtsbilder und Altäre, die meisten aus der Barockzeit. Die Weltliche Schatzkammer gliedert sich in mehrere Abteilungen:

  • Die Insignien und Ornate des Erzherzogtums Österreich. Das bedeutendste Ausstellungsstück ist eine Karkasse des Erzherzogshutes von 1765. Dazu gehören auch einige Teile aus dem böhmischen Kronschatz, die auch bei der österreichischen Erbhuldigung verwendet wurden.
  • Die Insignien und Ornate des Kaisertums Österreich. Dazu zählen neben der Rudolfinischen Kaiserkrone nebst Zepter und Reichsapfel auch die Ornate der Habsburgischen Hausorden sowie der Krönungsornat des Königreiches Lombardo-Venetien, der nur einmal für Ferdinand I. verwendet wurde.
  • Die Insignien und Kleinodien des Heiligen Römischen Reiches. Dazu zählen eine Menge Objekte und auch Reliquiare (die wegen ihres Charakters als Insigne des HRR in der Weltlichen Schatzkammer stehen). Am bedeutendsten sind die Reichskrone, die Heilige Lanze, das Reichsschwert und der Krönungsmantel
  • Der Burgunderschatz und der Schatz des Ordens vom Goldenen Vlies. Hier werden Kunstobjekte aus dem Besitz Karls des Kühnen sowie Ornate und Messgewänder des Vliesordens ausgestellt. Letztere sind wegen ihrer feinen, heute kaum nachzuahmenden Stickerei bedeutende Kunstwerke.
  • Objekte aus habsburgischem Familienbesitz wie die Krone Stephan Bocskais oder Reliefplättchen, die von der Privatkrone Ferdinands II. stammen. In diesen Räumen ist auch eine Sammlung von Taufgarnituren, die schon zur Geistlichen Schatzkammer überleiten.
  • Die beiden unveräußerlichen Erbstücke des Hauses Habsburg: das Ainkhürn und die Achatschale, zwei Gegenstände, die in der Mitte zwischen Kuriosität und religiösem Objekt liegen.
  • Napoleonica: Relikte aus dem Besitz des Königs von Rom und der Kaiserin Marie-Louise, insbesondere die Wiege des kleinen Napoleon Franz.

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