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Die Pinakothek der Moderne an der Barerstraße im Münchner Stadtbezirk 3 Maxvorstadt beherbergt unter ihrem Dach vier voneinander unabhängige Museen, die in einer weltweit einzigartigen Konstellation die verschiedensten Bereiche der Kunst grenzüberschreitend vor Augen führen: die Sammlung Moderne Kunst (die ihrerseits ein Teil der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen ist), Die Neue Sammlung (das Staatliche Museum für angewandte Kunst), das Architekturmuseum der TU München sowie die Staatliche Graphische Sammlung.

Der Architekt Stephan Braunfels entwarf den modernen und offenen, von Architekturkritikern einhellig als gelungen eingeschätzten Bau. Die Pinakothek der Moderne wurde im September 2002 eröffnet und begrüßte nach nur eineinhalb Jahren bereits den zweimillionsten Besucher. Das Bauvorhaben wurde durch Spenden aus der Bevölkerung und vom Freistaat Bayern finanziert.


Die Sammlungen Bearbeiten

Sammlung für Moderne Kunst Bearbeiten

In der Sammlung für Moderne Kunst sind Kunstwerke der klassischen Moderne und der Gegenwartskunst vertreten. Alle Richtungen der modernen Malerei sind mit ihren Protagonisten vertreten, so Expressionismus, Kubismus, Neue Sachlichkeit, Surrealismus und Pop Art. Die Sammlung, eine der bedeutendsten ihrer Art, ist erst nach 1945 durch Stiftungen, Vermächtnisse und Zukäufe entstanden. Nur wenige Gemälde gehen noch auf die Tschudi Spende von 1905/1914 zurück, so dass München im Gegensatz zu anderen Städten von den Barbareien der Nationalsozialisten gegen "Entartete Kunst" mangels Masse fast ganz verschont blieb. Nach dem zweiten Weltkrieg wuchs die Sammlung durch Zukäufe, Vermächtnisse und Stiftungen rasch an.

Ausgebaut wurden die Bestände insbesondere durch die Sammlungen "Theo Wormland", "Sofie und Emanuel Fohn", "Woty und Theodor Werner", "Martha und Markus Kruss", die Sammlung von Franz von Bayern|Herzog Franz von Bayern, sowie als jüngste Bereicherung 2006 die Sammlung "Eleonore und Michael Stoffel".

  • Sammlung der klassischen Moderne

Das Spektrum der Künstler reicht von Henri Matisse ("Stilleben mit Geranien" 1910), Robert Delaunay ("Die Mannschaft von Cardiff" 1913), Fernand Leger ("Landschaft Nr.2" 1913), Juan Gris ("Die Bordeauxflasche" 1913), Umberto Boccioni ("Volumi orizzontali" 1912) und Georges Braque ("Frau mit Mandoline" 1910) über Oskar Kokoschka ("Die Auswanderer" 1916), Otto Dix ("Bildnis des Photographen Otto Erfurt" 1925), Lyonel Feininger ("Troistedt" 1923) bis zu Joan Miró ("Komposition" 1925), René Magritte ("Die Übungen der Akrobatin" 1928), Giorgio de Chirico ("Die beunruhigenden Musen" 1917), Salvador Dalí ("Das Rätsel der Begierde oder Meine Mutter, meine Mutter, meine Mutter" 1929) und Max Ernst ("Hausengel" 1937).

Besonders Max Beckmann ("Junger Argentinier" 1929) ("Versuchung des Hl. Antonius" 1936) ("Frau mit Mandoline in Gelb und Rot" 1950) und Pablo Picasso ("Madame Soler" 1903) ("Mutter mit Kind" 1921) ("Sitzende Frau" 1941) sind in zwei großen Sälen eindrucksvoll ausgestellt.

Auch alle Mitglieder der Brücke und des Blauen Reiters sind imposant vertreten, so beispielsweise Ernst Ludwig Kirchner ("Tanzschule" 1914), Erich Heckel ("Gläserner Tag" 1913), Emil Nolde ("Tanz um das goldene Kalb" 1910), Karl Schmidt-Rottluff ("Landschaft mit Wasserträgerin", 1919) sowie Paul Klee ("Der Vollmond" 1919), Franz Marc ("Der Mandrill" 1913), August Macke ("Mädchen unter Bäumen", 1914), Wassily Kandinsky ("Träumerische Improvisation" 1913).


  • Gegenwartskunst seit den späten Fünfziger Jahren

Ausgestellt sind beispielsweise Werke von Andy Warhol ("Aids/Jeep/Bicycle" 1986), Jasper Johns ("Arrive/Depart" 1963), Robert Rauschenberg ("Komposition mit Footballspielern" 1962), Cy Twombly ("Bolsena" 1969), Willem de Kooning ("Detour" 1958), Robert Motherwell ("Je t'aime" 1955), Franz Kline ("New Year Wall: Night" 1960), Lucio Fontana ("Concetto Spaziale, Attese" 1954 und 1959), Antoni Tàpies ("Ockerfarbenes Oval mit schwarzen Einschnitten" 1965), Francis Bacon (Maler)|Francis Bacon ("Kreuzigung" 1965), Joseph Beuys ("Das Ende des 20.Jahrhunderts" 1983), Blinky Palermo ("Straight" 1965), Georg Baselitz ("Ein neuer Typ" 1966), Gerhard Richter ("Vorhang" 1966) und Sigmar Polke ("Akt mit Geige" 1968).

Staatliche Graphische Sammlung Bearbeiten

Die Staatliche Graphische Sammlung München umfasst ca. 400.000 Blätter aller Epochen der Zeichenkunst und der Druckgraphik vom 15. Jahrhundert bis zur Moderne. Sie geht bereits auf die Sammlungen der Wittelsbacher zurück, insbesondere auf das Kupferstich- und Zeichnungskabinett des Kurfürsten Karl Theodor. Im Zweiten Weltkrieg erlitt die Sammlung schwere Einbußen, dennoch ist sie mit den Sammlungen in Berlin und Dresden die bedeutendste in Deutschland geblieben. Schwerpunkte sind altdeutsche und niederländische Zeichnungen und Druckgraphik (u. a. Werke von Albrecht Dürer und Rembrandt), italienische Zeichnungen (u. a. von Michelangelo und Leonardo da Vinci), deutsche Zeichnungen des 19. Jahrhunderts und internationale Graphik der Gegenwart, beispielsweise von Paul Cezanne, Henri Matisse, Paul Klee und David Hockney.

Gezeigt werden wegen der Lichtempfindlichkeit der Kunstwerke nur Wechselausstellungen.

Die Neue Sammlung Bearbeiten

Die Neue Sammlung zählt zu den führenden Designmuseen der Welt und zeigt in ihrer permanenten Ausstellung erstmals die Geschichte und Entwicklung des Designs und der angewandten Kunst von der Zeit um 1900 bis zur unmittelbaren Gegenwart. Es ist die größte Sammlung weltweit für Industriedesign.

Architekturmuseum Bearbeiten

Die Sammlung des Architekturmuseums der TU München ist die grösste ihrer Art in Deutschland und zeigt Wechselausstellungen aus ihren reichen Beständen, so beispielsweise Zeichnungen, Entwürfe und Modelle namhafter Architekten wie Le Corbusier oder Günter Behnisch.

Weblinks Bearbeiten



Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Pinakothek der Moderne aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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