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1687 erwarb Fürst Johann Adam Andreas von Liechtenstein einen Garten mit benachbarten Wiesen des Grafen Weikhard von Auersperg in der Roßau (Wien)Roßau. Im südlichen Teil des Grundstücks ließ der Fürst ein Palais errichten, im Norden gründete er eine Brauerei und eine Grundherrschaft, aus der sich die Vorstadt Lichtental entwickelte. Für den Bau des Palais startete von Liechtenstein 1688 ein Wettbewerb, an dem unter anderem auch der junge Johann Bernhard Fischer von Erlach teilnahm. Dessen wenig funktionales "durchlässiges" Projekt wurde vom Fürsten aber verworfen, stattdessen durfte er jedoch immerhin ein Garten-Belvedere in der der Alserbachstraße 14 bauen, das allerdings 1872 abgebrochen wurde.

Der Wettbewerb ging an Domenico Egidio Rossi, der aber schon 1692 durch Domenico Martinelli ersetzt wurde. Gebaut wurde eine Mischung aus Stadt- und Landhaus im römischen Stil, ein Palazzo in villa. Die Gliederung ist klar und die Bauweise sehr blockhaft mit einem betonten Mittelrisaliten, wie es dem konservativen Geschmack des Fürsten entgegenkam. Nach der Vorschrift des Architekturtraktates von Johann Adam Andreas' Vater, Karl Eusebius wurde das Palais dreistöckig und mit 13 Fensterachsen an der Haupt- bzw. sieben Fensterachsen an der Seitenfront ausgeführt. Zusammen mit den Vorbauten bildet es einen Ehrenhof.

1700 war der Rohbau vollendet. Für die malerische Ausstattung wurde ursprünglich der Bologneser Marcantonio Franceschini engagiert, von dem einige Deckenmalereien im ersten Stock stammen. Da er dem Fürsten zu langsam war, wurde Antonio Belucci aus Venedig engagiert, der den Rest des Stockwerkes ausmalte. Das Deckengemälde im Großen Festsaal (dem Herkulessaal) besorgte allerdings Andrea Pozzo. Da diese Künstler aber starben (Pozzo) oder nach Italien zurück gingen, hatte der Fürst nun keinen Maler für das Erdgeschoß.

Nach längerer Suche wurde schließlich Johann Michael Rottmayr für die Ausmalung des Erdgeschoßes engagiert - ursprünglich eine Notlösung, da der Fürst der Ansicht war, dass nur italienische Künstler buon gusto d'invenzione hätten. Da Rottmayr in die ursprüngliche Planung nicht involviert gewesen war, passen seine Malereien nicht ganz mit der Stukkatur zusammen.

Die plastische Ausstattung besorgte Giovanni Giuliani, die Stukkatur Santino Bussi.

GartenBearbeiten

Der Garten wurde im Sinn eines klassischen Barockgartens angelegt. Die Vasen und Statuen wurden nach Plänen von Giuseppe Mazza von dem ortsansässigen Giovanni Giuliani ausgeführt. Um 1820 wurde er nach Plänen von Joseph Kornhäusel im klassizistischen Sinn umgestaltet. In der Fürstengasse gegenüber des Palais befand sich die 1700 erbaute Orangerie.

WeblinksBearbeiten

http://www.liechtensteinmuseum.at/ {{WikipediaName|Lichtenstein-Museum]]

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