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Das Münchner Stadtmuseum am St.-Jakobs-Platz ist im ehemaligen Zeughaus der Stadt München und dem Marstall untergebracht. Als bedeutendste Exponate gelten die um 1480 entstandenen Moriskentänzer des Erasmus Grasser, die für den Ballsaal des Alten Rathauses geschaffen worden waren. Die Moriskentänzer gelten als Standardbeispiele der bürgerlichen Kunst der Spätgotik. Im gleichen Saal sind auch Wappen ausgestellt, die Grasser für den Rathaussaal anfertigte und die vier originalen Helpenputti der Mariensäule. In der stadtgeschichtlichen Ausstellung München wie geplant. 1158 - 2008 kann die Entwicklung Münchens von ihrer Gründung bis in die Gegenwart nachvollzogen werden. Im Zentrum stehen die Kopie des Sandtner-Modells (1570) und das neue Holzmodell der Münchner Innenstadt im Jahr 2000.

Die Abteilung Nationalsozialismus in München – Chiffren der Erinnerung zeigt Entstehung, Ausprägung und Folgen des Nationalsozialismus in München zwischen 1918 und 1945. Der Akzent liegt auf den Besonderheiten, die die Stadt zum Standort der NSDAP-Zentrale und „Hauptstadt der Bewegung“ und „Hauptstadt der Deutschen Kunst“ werden ließen. Dazu gehören Informationen über Akteure, Verfolgte und Ermordete, über Akzeptanz und Widerstand in München. Das Münchner Stadtmuseum verfügt zudem über eine der größten historischen Waffensammlungen Deutschlands. Besonders hervorzuheben sind hierbei die Rüstungen aus dem 14. Jahrhundert.

Das Filmmuseum München besteht seit 1963 als Abteilung des Münchner Stadtmuseums und ist somit Deutschlands erstes kommunales Kino. In täglichem Spielbetrieb stellt das Filmmuseum in seinem 165 Platz Kino herausragende Werke aus allen Epochen der internationalen Filmgeschichte vor. Sein Archiv umfasst wichtige Klassiker der Filmgeschichte, die zum Teil in jahrelanger Arbeit aufwendig rekonstruiert wurden. Dazu zählen Stummfilmklassiker wie DIE FREUDLOSE GASSE, METROPOLIS, DER GOLEM und DAS WEIB DES PHARAO, ebenso wie die unvollendeten Filmfragmente aus dem Nachlass von Orson Welles. Häufig sind Regisseure, Schauspieler und andere Filmschaffende im Filmmuseum zu Gast, die nach der Vorführung mit dem Publikum über ihre Werke diskutieren.

Das 1963 als Abteilung des Münchner Stadtmuseums eröffnete Photomuseum zählt heute mit einem Sammlungsbestand von ca. 2 Millionen Objekten, darunter etwa 30.000 Kameras und fototechnischen Apparaturen zu den führenden fotografischen Sammlungen in Europa. Der Schwerpunkt des über 500.000 Fotografien umfassenden Bestands mit den Archiven von Josef Breitenbach, Uwe Scheid, Hubs Flöter, Jo von Kalckreuth, Philipp Kester, Helmut Lederer, Barbara Lüdecke, Regina Relang, Konrad Ressler, Erich Retzlaff, Hans Schreiner, Frank Eugene Smith, Vladimir Vinski sowie das Bildarchiv der Illustrierten Quick, liegt im Zeitraum bis 1980. Moderne Gebrauchsweisen des Mediums wie beispielsweise die Werbefotografie und Positionen der zeitgenössischen Fotografie ab 1980 sind exemplarisch vorhanden. Archivalien wie das Dokumentenarchiv von Rudolf Loher, ein kompletter Negativsatz der legendären Ausstellung „Family of Man“, eine Fachbibliothek mit über 10.000 Büchern und Zeitschriften sowie 600 seltene Fotobücher stehen für die wissenschaftliche Forschung zur Verfügung.

Das Puppentheatermuseum im Münchner Stadtmuseum, das in seinen Anfängen auf das Jahr 1939 zurückgeht, beschäftigt sich mit allen Bereichen des Figurentheaters seit dem 18. Jahrhundert. Die international ausgerichtete Sammlung von ca. 13.000 Figuren umfasst Handpuppen, Marionetten, Stab- und Schattenfiguren mit kompletten Bühnennachlässen, Theaterdekorationen und Textbüchern. Der Schwerpunkt liegt auf der Erfassung des volkstümlichen und künstlerischen Puppenspiels in Deutschland. Dazu kommen reichhaltige Bestände aus anderen europäischen Ländern sowie aus Asien und Afrika. Eine Besonderheit bildet der Bestand an mechanisch-beweglichen Figuren und Automaten. Seit 1980 erweiterte das Museum seine Interessen auf das Gebiet der Schaustellerei mit dem Blick auf die Attraktionen der deutschen Jahrmärkte und Feste vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Dabei werden auch die Sparten Varieté und Circus berücksichtigt. Die Museumsabteilung hat sich damit zur zentralen Anlaufstelle für Fragen zu volkstümlichen Vergnügungen entwickelt. Neben der ständigen Schausammlung, die vor allem die Entwicklung des Puppenspiels und der Schaustellerei in Deutschland veranschaulicht, stehen dem interessierten Forscher die Fachbibliothek, das Archiv und die Grafiksammlung zur Verfügung. In wechselnden Ausstellungen werden mehrmals jährlich Themen zur populären Unterhaltungskultur in Sonderschauen präsentiert. In Zusammenarbeit mit der „Gesellschaft zur Förderung des Puppenspiels e.V., München“ wird das gesamte Spektrum des Puppentheaters durch Aufführungen zeitgenössischer Bühnen gepflegt.

Das Musikinstrumentenmuseum besitzt 1.600 Instrumente aus Afrika, Asien, Amerika und Europa, dazu ein Sonderbereich mit mechanischen Musikinstrumenten mit großem “Stern-Orchestrion”. Abendkonzerte und Sonntagsmatinéen verwandeln die Ausstellungsräume in einen Konzertsaal.


WeblinksBearbeiten

http://www.stadtmuseum-online.de/

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