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Das Kuckucksbähnel ist eine Nebenbahn in der Pfalz (Bundesland Rheinland-Pfalz) von Neustadt an der Weinstraße über Lambrecht (Pfalz)|Lambrecht nach Elmstein, die heute als Museumseisenbahn betrieben wird. Die eigentliche Museumsstrecke beginnt in Lambrecht und ist 12,96 Kilometer lang.

Der Name „Kuckucksbähnel“ rührt daher, dass im Elmsteiner Tal häufig Kuckucke zu hören sind und die Bewohner von Elmstein deswegen scherzhaft "Kuckucke" genannt werden.

Lage Bearbeiten

Die Museumsstrecke des Kuckucksbähnels verläuft im Mittelgebirge Pfälzer Wald im Großraum Neustadt/Kaiserslautern. Die auch heute noch nur dünn besiedelte Gegend litt in früheren Zeiten - vor allem abseits der Direktverbindung zwischen den beiden Städten - an ihrer schlechten Erreichbarkeit. Das betroffene Elmsteiner Tal liegt südlich der Hauptstrecke und folgt dem Oberlauf des Speyerbachs, des wichtigsten pfälzischen Zuflusses zum Rhein.

Geschichte Bearbeiten

Der Reichtum der Quellgegend des Speyerbachs war schon immer das Holz. Jahrhundertelang wurde es als Schnitt- oder Scheitholz per Trift im Bach transportiert, also durch Treibenlassen im Wasser, um in der fast waldlosen Vorderpfalz verkauft zu werden. Mit der schrittweisen Aufgabe der Trift zwischen 1882 und 1902 drohte dem Elmsteiner Tal die Haupterwerbsquelle wegzubrechen, und die Bewohner waren gezwungen, sich um Verbesserungen zu bemühen. In den Augen der Betroffenen lag die Lösung des Problems in einer Bahnverbindung. Diese sollte weniger dem ÖPNV|Personenverkehr als vielmehr dem Holztransport dienen, der den überwiegenden Teil des Güterverkehrs ausmachte.

Betrieb Bearbeiten



Bahnhöfe und Haltepunkte
des Kuckucksbähnels
Streckenkilometer
Ludwigsbahn
Streckenkilometer
Museumsbahn
Neustadt an der Weinstraße Hbf. 77,20  
Lambrecht (Pfalz) 70,70 0,00
Frankeneck   1,80
Esthal (aufgelassen)   3,30
Erfenstein   5,60
Breitenstein   7,40
Helmbach   9,20
Elmstein   12,96

Fahrplan Bearbeiten

Von April bis Oktober verkehren auf der Strecke sonn- und feiertags zwei Zugpaare. Die erste Fahrt am Tag beginnt zwischen 10 und 11 Uhr in Neustadt, wo auch die letzte von Elmstein zwischen 18 und 19 Uhr endet. Die anderen beiden Fahrten beginnen bzw. enden in Lambrecht. Die Fahrtdauer zwischen Lambrecht und Elmstein beträgt etwa eine Stunde.

Die Fahrpreise liegen zwischen 5 und 25 Euro, abhängig davon, ob man ab Neustadt oder Lambrecht mitfährt und ob man Rückfahrkarten löst. Kinder, Familien und Gruppen erhalten Ermäßigung. Die Fahrkarten des Kuckucksbähnels gelten außerdem auch im DB-Anschlusszug D4 zwischen Lambrecht und Neustadt.

Fahrzeuge Bearbeiten

Die Loks und Wagen des Kuckucksbähnels werden im Auftrag der KKB im Eisenbahnmuseum der Deutsche Gesellschaft für Eisenbahngeschichte e. V.|Deutschen Gesellschaft für Eisenbahngeschichte (DGEG) unterhalten. Dieses Eisenbahnmuseum ist im ehemaligen Lokschuppen des Hauptbahnhofs von Neustadt an der Weinstraße untergebracht.

Lokomotiven Bearbeiten

Auf der Strecke kommen die Schlepptenderlok Speyerbach, eine T 3 (Preußen)|T 3-ähnliche ehemalige Industrielok aus dem Jahr 1904, und die Baureihe 89|89 7159, eine preußische Lok der Bauart T 3 (Preußen)|T3 aus dem Jahr 1910, zum Einsatz. Sie ziehen unterschiedliche historische Wagen durch das Elmsteiner Tal. Daneben gibt es noch die Diesellokomotive der Baureihe V 36 mit der Reihennummer 127, die 1941 gebaut wurde.

Weblinks Bearbeiten



Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Kuckucksbähnel aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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