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Das Internationale Rotkreuz- und Rothalbmondmuseum in Genf dokumentiert die Geschichte und die Aktivitäten der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung. Das 1988 eröffnete Museum befindet sich direkt neben dem Hauptsitz des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) und wird in jedem Jahr von durchschnittlich 70.000 bis 80.000 Menschen besucht. Neben der Dauerausstellung werden im Museum auch wechselnde Sonderausstellungen gezeigt. Darüber hinaus besitzt das Museum eine Reihe von Sammlungen und verwahrt Deponate des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz und der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften.

Die Dauerausstellung des Museums widmet sich verschiedenen Aspekten der Geschichte und Aktivitäten der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung. Der Raum 1 „Leben erhalten durch Schriften“ dokumentiert die Kraft und Bedeutung des geschriebenen Wortes im Einsatz für den Schutz des menschlichen Lebens. Zentrales Exponat dieses Raums sind sechs sich durch die Beleuchtung optisch überlagernde Schleier, auf denen in verschiedenen Sprachen und Schriften Aussagen zur Achtung vor dem Leben wiedergegeben sind. Im Raum 2 „Leben erhalten durch persönlichen Einsatz“ werden anhand des Gründers der Rotkreuz-Bewegung Henry Dunant, der englischen Krankenschwester Florence Nightingale, des russischen Chirurgen Nikolai Pirogov und der amerikanischen Freiwilligen Clara Barton Beispiele für persönliches Engagement zugunsten von Kriegsopfern gezeigt. Der Raum 3 „Die Schlacht von Solferino (24. Juni 1859)“ ist dem Ereignis gewidmet, das Henry Dunant in seinem Buch "Eine Erinnerung an Solferino" beschrieb und das den Anstoß zur Gründung des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz gab. Die Geschichte und Bedeutung dieser Schlacht wird durch ein Diaporama aus zeitgenössischen Darstellungen verdeutlicht. Thema des Raums 4 ist „Die Gründung des Roten Kreuzes (1862-1863)“. Hier wird unter anderem eine Plastik des amerikanischen Bildhauers George Segal unter dem Titel „Henry Dunant an seinem Schreibtisch“ gezeigt. Der Raum 5 „Auf dem Weg zur Universalität (1864-1914)“ zeigt anhand von Zeittafeln und verschiedenen Exponaten den Weg des Roten Kreuzes zu einer weltweiten Bewegung.

Dem Ersten Weltkrieg sind der Raum 6 „Die Kriegsgefangenen (1914-1918)“ und der Raum 7 „Der Erste Weltkrieg (1914-1918)“ gewidmet. Als zentrales Exponat wird als Dauerleihgabe die vollständige, aus ca. sieben Millionen Karten bestehende Kriegsgefangenenkartei des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz aus dem Ersten Weltkrieg gezeigt. Der Raum 8 „Die Zwischenkriegszeit (1919-1939)“ zeigt die Herausforderung des IKRK durch innerstaatliche Konflikte, die Entstehung der Liga der Rotkreuz-Gesellschaften und die Aufnahme des Roten Halbmondes als neues Schutzzeichen in die Genfer Konventionen. Der Raum 9 „Der Zweite Weltkrieg (1939-1945)“ dokumentiert das Wirken des IKRK und der Liga während des Zweiten Weltkrieges. Im Raum 10 „Von 1945 bis in die 80er Jahre“ wird vor allem anhand von Plakaten aus aller Welt die Arbeit der Rotkreuz- und Rothalbmond-Organisationen vor Ort gezeigt. Der Raum 11 „Heute“ veranschaulicht in fünf Ausstellungseinheiten aktuelle Aktivitäten der Bewegung. Im Bereich „Überwinden“ werden beispielhaft Hilfsaktionen bei Naturkatastrophen dokumentiert, der Bereich „Verbessern“ ist ausgewählten sozialen Programme einiger nationaler Gesellschaften gewidmet. In der Ausstellungseinheit „Rehabilitieren“ werden die Hilfsmaßnahmen der Bewegung für Minenopfer vorgestellt, im Abschnitt „Schützen“ der Einsatz für Gefangene. Hier kann beispielsweise eine in ihren Originalabmessungen nachgebaute Zelle besichtigt werden, die ein Delegierter während eines Gefangenenbesuchs besichtigt hat. Der Bereich „Verbinden“ zeigt die Arbeit des Roten Kreuzes bei der Suche nach Vermissten und der Wiederzusammenführung von Familien. Zentrales Exponat ist eine Sammlung von Polaroid-Fotos von Kindern in Ruanda, die das IKRK nach dem Völkermord im Jahr 1994 zur Suche nach den Eltern dieser Kinder anfertigte.

WeblinksBearbeiten

http://www.micr.ch/INDEX_D.HTML

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