FANDOM


Das Hessische Braunkohle Bergbaumuseum präsentiert unter der Überschrift "Industriekultur entdecken / Landschaftswandel erfahren" zahlreiche Ausstellungsstücke und Originalgeräte aus dem Bergbau und der Energieerzeugung. Viele davon werden im Demonstrationsbetrieb vorgeführt.

Als "Erlebnis Über- und Unter-Tage" konzipiert vermittelt der Museumsbesuch Wissenswertes rund um die Themen Kohle und Energie. Dabei stehen die unter und übertägige Gewinnung des Rohstoffes Braunkohle, seine Nutzung und der Umgang mit der Bergbaufolgelandschaft im Mittelpunkt der musealen Präsentationen.

Für Kinder der Altersgruppe von 6 bis 14 Jahren sind besonders gestaltete "Spielerische Erfahrungsbereiche" und Experimentalwerkstätten vorhanden, in denen sie altersgerecht und erlebnisorientiert auf eine Entdeckungsreise durch die Geschichte der Kohle & Energie gehen können.

Das Museum in Borken verfügt über insgesamt vier Ausstellungsbereiche, den Themenpark „Kohle und Energie“, den „Besucherstollen“, die Abteilung „Bergbaugeschichte“ und das Naturschutzinformationszentrum „Borkener See“

AbteilungenBearbeiten

Themenpark „Kohle und Energie“Bearbeiten

Auf dem 3,5 Hektar großen Themenparkgelände veranschaulichen Bergbaugeräte, Bergbaulokomotiven und Kraftwerksturbinen, wie Braunkohle im Tagebau gewonnen und zur Stromerzeugung genutzt wurde. Bohrgeräte, Schaufelrad- und Eimerkettenbagger sowie Kraftwerkskessel und –turbinen werden "in Aktion" vorgeführt. Historische Filmsequenzen vermitteln einen Eindruck früherer bergmännischer Tätigkeit. An Sonntagen oder auf Anfrage besteht die Gelegenheit zu Rundfahrten mit der Besucherbahn. Das Museumscafé Kohldampf bietet Speisen und Getränke an.

BesucherstollenBearbeiten

Der rekonstruierte Tiefbaustollen führt die Besucher in die unterirdische Welt der Kohlegewinnung. Was bergmännisches Gezähe, Streckenvortriebsmaschinen, Sprengungen unter Tage, Steigerstuben und „Kumpelfänger“ sind wird erläutert. Auch im Besucherstollen werden viele Geräte vorgeführt, so dass die Besucher einen Eindruck von den Arbeitsbedingungen unter Tage und vom Leben der Bergleute erhalten.

BergbaugeschichteBearbeiten

Dieser Ausstellungsbereich gibt einen Überblick über die 400jährige Geschichte des hessischen Braunkohlebergbaues und zeigt die Entwicklung der Kohlereviere, die Verwendung der Braunkohle als Faktor der Industrialisierung sowie die soziale Situation der Bergleute auf. Ab dem Frühjahr 2006 können 6- bis 12jährige Kinder und Schüler in einem „Kinderbergwerk“ die Arbeitswelt Untertage spielerisch entdecken.

Naturschutzinformationszentrum „Borkener See“ Bearbeiten

Das NIZ greift die Themen Bergbaufolgelandschaft und Rekultivierung auf und zeigt mittels interaktiver Medien, Tieren und Pflanzen auf, wie aus ehemaligen Tagebauen „Second-Hand-Landschaften“ entstehen. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen der „Borkener See“ und das gleichnamige Naturschutzgebiet, die ihren Ursprung in dem einst größten Kohleabbaubetrieb des Borkener Reviers haben und heute beliebtes Ziel für Wander- und Naturfreunde sind.


Borkener Seenland dient der Erholung. Der Naturbadesee Stockelache bietet Bade-, Schwimm- und Wassersportmöglichkeiten. Der Singliser See gilt als nordhessisches Surfparadies und der Borkener See ist in ein Naturschutzgebiet eingebettet, das zu Wanderungen und Naturbeobachtungen einlädt.

BraunkohlerundwegBearbeiten

Der 32 Kilometer lange Braunkohlerundweg führt mitten in die Bergbaufolgelandschaft hinein und verbindet die Museumsstandorte und das Borkener Seenland mit 20 ehemaligen Betriebsstätten des Borkener Reviers. Auf ihm kann per Rad oder zu Fuß den Spuren vergehender Industriekultur nachgegangen werden – vorbei an Halden, Tagebaurestlöchern, neu entstandenen Seen und rekultivierten Flächen.

MuseumsstraßeBearbeiten

Der Themenpark „Kohle & Energie“ und der Besucherstollen werden durch die Museumsstraße miteinander verbunden, an der sieben Skulpturen und drei technische Denkmale die Themen Kohle, Energie und Bergbaufolge künstlerisch interpretieren.

Gedenkstätte StolzenbachBearbeiten

Am 1. Juni 1988 ereignete sich im Tiefbau Stolzenbach ein Grubenunglück, bei dem 51 Bergleute ums Leben kamen. Auf dem ehemaligen Betriebsgelände wurde eine öffentliche Gedenkstätte eingerichtet, die an alle bei der Arbeit im Borkener Bergbaurevier tödlich Verunglückten erinnert.

Mineralogische Sammlung Marianne SchrammelBearbeiten

Dieser Sonderausstellungsbereich ist untergebracht in den Räumen des Bergbauarchivs, widmet sich der Mineralogie und der Erdgeschichte.

Besondere MuseumsveranstaltungenBearbeiten

Die Saisoneröffnung und der Saisonabschluss des Themenparks „Kohle & Energie“ werden im Rahmen besonderer Museumsfeste begangen. Außerdem gibt es Natur- und Techniktage, bergmännische Feierlichkeiten, den Internationalen Museumstag, Open-Air-Konzerte und andere Kulturveranstaltungen.

WeblinksBearbeiten



Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Hessisches Braunkohle Bergbaumuseum aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Auch bei FANDOM

Zufälliges Wiki