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Das Henry-Dunant-Museum im Kurort Heiden (Kanton Appenzell Ausserrhoden, Schweiz) ist dem Leben und Wirken von Henry Dunant gewidmet, einem Gründungsmitglied des Internationalen Komitees von Roten Kreuz (IKRK) und dem Begründer der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung. Es befindet sich in Heiden im ehemaligen Spital, in dem Henry Dunant in den letzten Jahrzehnten seines Lebens bis zu seinem Tod im Jahr 1910 wohnte.

Ausstellung Bearbeiten

Das Museum zeigt in vier Räumen, thematisch und chronologisch gegliedert, das Leben und Wirken des Rotkreuz-Gründers Henry Dunant. Der Raum 1 ist unter den Themen "Jugend in Genf", "Frühes soziales Engagement", "Unternehmungen in Nordafrika" und "Die Schrecken des Krieges bei Solferino" der Zeit von Dunants Geburt im Jahr 1828 bis zu seiner Reise nach Solferino im Jahr 1859 gewidmet. Der Schwerpunkt liegt dabei auf seinen Erlebnissen in Italien während der Schlacht von Solferino und deren Auswirkungen auf sein weiteres Leben. Als Exponat wird unter anderem ein Exemplar der Erstausgabe von Dunants Werk "Eine Erinnerung an Solferino" mit handschriftlicher Widmung an den damaligen Schweizer Bundespräsidenten gezeigt.

Raum 2 zeigt anhand der Themen "Die Gründung des Roten Kreuzes", "Konkurs der Unternehmungen in Nordafrika" und "Flucht durch ganz Europa" die Phase von der Gründung des Internationalen Komitees von Roten Kreuz 1863 zusammen mit Gustave Moynier, Henri Dufour, Louis Appia und Théodore Maunoir bis zum Scheitern seiner Mühlengeschäfte in Mons-Djemila (Algerien) im Jahr 1867 und seiner Verdrängung aus dem Komitee samt der anschließenden Flucht aus Genf. In diesem Teil des Museums wird auch deutlich, dass aus der Zeit von 1867 bis zu seiner Wiederentdeckung in Heiden im Jahr 1892 wenig bekannt ist, da er in dieser Zeit verarmt und von der Weltöffentlichkeit weitestgehend vergessen in verschiedenen Orten Europas lebte.

Der Raum 3 dokumentiert die letzten Jahre im Leben von Henry Dunant, die er von 1887 bis zu seinem Tod im Jahr 1910 in Heiden verbrachte. Themen in diesem Raum sind "Niederlassung in Heiden", "Späte Rehabilitierung", "Nobelpreis" und "Tod in Heiden". Gezeigt werden unter anderen eine Kopie der Urkunde zum Friedensnobelpreis 1901, der Henry Dunant gemeinsam mit dem französischen Pazifisten Frédéric Passy verliehen wurde, einige erhalten gebliebene Gegenstände aus seinem Besitz in einer Teilrekonstruktion des Zimmers, das er im Spital in Heiden bewohnte, sowie eine Sammlung von Ausgaben seines Buches "Eine Erinnerung an Solferino" aus verschiedenen Zeiten und Ländern.

Im Raum 4 werden unter dem Titel "Visionen" verschiedene Ideen und Projekte von Henry Dunant vorgestellt, denen er sich neben der Gründung des Roten Kreuzes widmete. Hierzu zählen unter anderem die Gründung des Christlichen Vereins Junger Männer (CVJM), die Ideen für eine Weltbibliothek und ein Internationales Schiedsgericht zur Schlichtung von Konflikten zwischen Nationen, sein Einsatz für die Gleichberechtigung der Frauen in Form des "Grünen Kreuzes", seine Vorschläge zur Lösung des Palästina-Konflikts, die Gründung einer weltweit tätigen "Allgemeinen Allianz für Ordnung und Zivilisation" und einer "Schweizerischen Liga für die Menschenrechte". Gezeigt werden in diesem Raum unter anderem auch die "Sinnbildlichen zeitlichen Diagramme" zur Entstehung der Welt und zur Geschichte der Menschen, vier Zeichnungen von Henry Dunant, die sein Weltbild verdeutlichen. In einem Videoraum besteht darüber hinaus die Möglichkeit, sich einen Film von ca. 30 Minuten Länge über das Leben Henry Dunants anzuschauen.

Sonstige SehenswürdigkeitenBearbeiten

In Heiden befindet sich ausser dem Museum noch ein Henry-Dunant-Denkmal, welches so aufgestellt wurde, das im Hintergrund des Denkmals der Bodensee zu sehen ist. Direkt gegenüber dem Denkmal im Kurpark befinden sich Steine verschiedener Größe mit Metalltafeln, auf denen Aussagen Henry Dunants wiedergegeben sind.


WeblinksBearbeiten

http://www.dunant-museum.ch/

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Henry-Dunant-Museum Heiden aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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