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Das Eutiner Schloss ist aus einer mittelalterlichen Burg hervorgegangen und die ehemalige Residenz der Fürstbischöfe des Fürstbistum Lübeck und der Herzöge von Oldenburg. Es liegt inmitten der gleichnamigen Stadt.

Schloss Bearbeiten

Das Schloss ging 1156 aus dem Haus des Bischofs Gerold hervor und wurde im späten 13. Jahrhundert zur Burg ausgebaut. 1689 brannte die Burg durch ein Feuer, ausgebrochen in der Lübecker Straße, nieder. Bis 1692 wurde es wieder aufgebaut. Sein heutiges Aussehen erhielt das Schloss von dem schwedischen Hofbaumeister Rudolph Matthias Dallin in den Jahren von 1717 bis 1727. Zu dieser Zeit wurden auch viele der Wohnräume dem Zeitgeschmack entsprechend barock umgestaltet. Während die äußeren Fassaden noch immer einen wehrhaften Eindruck vermitteln, ist der Schloßhof überraschend heiter und mutet nahezu südländisch an.

Nach der Säkularisation des Fürstbistums zum Fürstentum Lübeck 1803 wurde das Schloss zur Nebenresidenz der Großherzöge von Oldenburg und blieb auch nach 1918 im Besitz der herzoglichen Familie, wurde aber nur noch selten bewohnt.

Heute ist es als Stiftung Schloss Eutin in Teilen als Museum öffentlich zugänglich und präsentiert fürstliche Lebenskultur der letzten Jahrhunderte. In der Schlosskapelle findet sich eine Orgel von Arp Schnitger.

Schlosspark Bearbeiten

Der zum Schloß gehörende Barockgarten war einer der größten in Schleswig-Holstein und wurde bereits Ende des 18. Jahrhunderts in einen Landschaftsgarten im englischen Stil umgewandelt. Hier lernte die zukünftige Zarin Katharina die Große den Prinzen Karl Peter Ulrich von Holstein-Gottorf kennen, der als Peter III. 1762 zum russischen Zaren gekrönt wurde und die Linie Romanow-Holstein-Gottorp begründete. Im Schlosspark, welcher direkt am Eutiner See liegt und diesen landschaftlich mit einbezieht, findet man neben großen Alleen schöne Baumbestände und einen kleinen Sonnentempel. Außerdem steht hier die Freilicht-Bühne, auf der im Sommer verschiedene Opern gespielt werden.

Umgebung Bearbeiten

Der klassizistische Schlossplatz wird u. a. durch das Kavaliershaus und den Marstall begrenzt, die Gebäude behergen heute verschiedene öffentliche Einrichtungen.

Zum Eutiner Schloss gehört außerdem, gewissermaßen als Dependance, das kleine, spätbarocke Jagdschlösschen am Ukleisee (errichtet 1776), dass hier, versteckt im Wald auf einer Anhöhe über dem See, für den Fürstbischof Friedrich August erbaut wurde. Das pavillonartige Gebäude wurde in den letzten Jahren vorbildlich renoviert - die ungewöhnlichen, glasierten Dachpfannen entsprechen alten Vorbildern - und der Festsaal wird heute u. a. für Konzertveranstaltungen genutzt.

Weblinks Bearbeiten



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