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Das Ergebirgische Spielzeugmuseum Seiffen ist ein international anerkanntes Spezial- und Fachmuseum für erzgebirgisches Spielzeug. Es wurde im Jahr 1953 eröffnet.

GeschichteBearbeiten

Anfang der 1930er Jahre gab es im Seiffener Gebiet Bestrebungen, eine zentrale Werbeausstellung zu schaffen. Die damalige Staatliche Spielwarenschule übernahm die Gestaltung und Ausstattung der im Jahre 1936 eröffneten Spielzeug-Werbeschau Seiffen.

Am 5. Juli 1953 wurde darauf aufbauend das Haus als Heimat- und Spielzeugmuseum erneut geöffnet und schließlich in Erzgebirgisches Spielzeugmuseum Seiffen umbenannt. Mit dem Jahr 1999 erfuhr das Spielzeugmuseum eine umfassende Rekonstruktion und Erweiterung. Auf drei Etagen werden heute rund 5.000 Exponate sowie umfangreiche Hintergrundinformationen präsentiert.

Das Erzgebirgische Freilichtmuseum, 1973 als eine Abteilung des Spielzeugmuseums Seiffen eröffnet, versteht sich als volkskundlich-historisches Museum, in dem in verschiedenen Häusern, Werkstätten und Gebäudekomplexen das erzgebirgische Alltagsleben des 19. und frühen 20. Jh. dokumentiert wird. Ansatzpunkt bildete das erhalten gebliebene Preißler'sche Wasserkraftdrehwerk von 1760, in dem bereits in den 1960er Jahren der Versuch unternommen wurde, Bauwerk und technische Anlage dem Besucher in Funktion zugängig zu machen. In das Umfeld dieses Denkmales, strukturiert in einer für die Kammlandschaft des Erzgebirges typischen Streusiedlung, wurden bis heute 14 Gebäudekomplexe transferiert. Die Häuser, Scheunen, Schuppen oder technischen Anlagen stammen aus der Region des mittleren Erzgebirges.

AusstellungBearbeiten

Die inhaltliche Konzeption zielt darauf ab, das gesamte erzgebirgische Spielzeuggebiet vorzustellen; einschließlich des böhmischen Teiles, der einst zur Region gehörte. Es werden dabei wichtige Wandlungen des Kultur- und Wirtschaftsraumes berührt. Die ältesten Exponate, vor allem des weihnachtlichen Brauchtums, stammen aus der Zeit um 1800. Diese Kostbarkeiten alter weihnachtlicher Volkskunst berichten vom Gemüt einer erzgebirgischen Lichterweihnacht. Besonders die ausgestellten Archen galten um 1880 als wichtige Exportartikel nach Übersee. In einem weiteren Ausstellungskomplex lassen Ausstellungsstücke die Vielgestaltigkeit und Originalität einstiger Miniaturspielzeuge nachvollziehen. Ausführlich wird an anderer Stelle individuellen künstlerischen Handschriften und dem besonderen Lebenswerk einzelner Hersteller nachgegangen. Mit Musterblättern, Preisbeispielen und Warenverzeichnissen werden die historische Rolle und die Arbeitsweise der Spielwarenverlage sowie die internationalen Verknüpfungen des Spielzeugwinkels gedeutet. Schließlich wird der Bogen bis hin zum Kunsthandwerk und den zeitgenössischen Innovationen des gegenwärtigen Holzdesigns geschlagen. Im Dachgeschoss präsentieren sich neben einer wechselnder großen Sonderschau kleinere Kabinettausstellungen, wie z.B "Der Bergbau in der Volkskunst" oder "Hölzer der Welt - die Welt des Holzes".

WeblinksBearbeiten



Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Erzgebirgisches Spielzeugmuseum Seiffen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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