FANDOM


Kolumba, das frühere Erzbischöfliche Diözesanmuseum Köln ist neben dem Wallraf-Richartz-Museum das älteste Museen der Stadt Köln. Es wurde 1853 vom „Christlichen Kunstverein für das Erzbistum Köln“ gegründet und ging 1989 in die Trägerschaft des Erzbistums Köln über.

Ausgehend von der traditionellen Sammlungsstruktur des 1853 gegründeten Diözesanmuseums, versteht sich Kolumba als Kunstmuseum in kirchlicher Trägerschaft, das jenseits aller Sparten und Spezialisierungen Fragen künstlerischer Gestaltung umfassend darstellen möchte. Als "Museum der Nachdenklichkeit" stellt Kolumba bei freiem Eintritt ein offenes Angebot zur Auseinandersetzung mit dem zur Kunst gewordenen Leben. Die Sammlung reicht von der Spätantike bis in die Gegenwart, von romanischer Skulptur bis zur Rauminstallation, von mittelalterlicher Tafelmalerei bis zum »Radical Painting«, vom gotischen Ziborium bis zum Gebrauchsgegenstand des 20. Jahrhunderts.

Schwerpunkte bilden das frühe Christentum (herausragende koptische Gewebe), Malerei, Plastik und Goldschmiedekunst des 11. bis 16. Jahrhunderts (u.a. »Herimannkruzifix" mit römischem Lapislazuliköpfchen, romanischer »Kruzifix aus Erp«, Stefan Lochners »Madonna mit dem Veilchen«), Zeugnisse der Volksfrömmigkeit und eine der vollständigsten Sammlungen von Rosenkränzen.

Das »lebende Museum« unterscheidet nicht zwischen ständiger Sammlung und Wechselausstellung. Es zeigt in jährlich mehrfachem Wechsel Werke der eigenen Sammlung in sich verändernden Kontexten. Charakteristisch für das fast private Ambiente sind das Fehlen von Objektbeschriftungen sowie das Miteinander der Werke unabhängig von chronologischen, stilgeschichtlichen oder medialen Zusammenhängen.

Mehrfach war das Museum mit seinem Konzept auswärts zu Gast und ließ sich auf ungewohnte Kontexte ein (u.a. Kölnischer Kunstverein, Kunsthalle Baden-Baden, Kirche St. Peter, Köln, Schauspielhaus Köln). Mit Leihgaben ist Kolumba von Bilbao bis Brisbane, von New York bis Berlin international vertreten. Als Trilogie versteht sich die Reihe der großen Handschriftenausstellungen, die das Museum bis heute gezeigt hat (»Vaticana« 1992, »Die Kölner Dombibliothek" 1998, »ars vivendi – ars moriendi« 2001).

Zurzeit befindet sich das Museum noch in unmittelbarer Nähe zum Kölner Dom. Derzeit entsteht jedoch ein Neubau nach den Plänen des Schweizer Architekten Peter Zumthor. Das Museum wird zukünftig an St. Kolumba, einer im Zweitem Weltkrieg zerstörten romanischen Kirche, beheimatet sein und wird die von dem Kölner Architekten Gottfried Böhm an ihrer Stelle erbaute Kapelle Madonna in den Trümmern einbeziehen. Die Grunsteinlegung für den Neubau erfolgte am 1. Oktober 2003. Bezug des neuen Hauses wird im Laufe des Jahres 2006 sein.

WeblinksBearbeiten

http://www.kolumba.de



Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Erzbischöfliches Diözesanmuseum aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Auch bei FANDOM

Zufälliges Wiki