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Das Deutsche Museum in München ist mit ca. 28.000 ausgestellten Objekten aus rund 50 Bereichen der Naturwissenschaften und der Technik das größte naturwissenschaftlich-technische Museum der Welt. Der umfangreiche Bestand an wertvollen technischen und naturwissenschaftlichen Originalexponaten wird jährlich von ca. 1,5 Millionen Menschen besucht.

Grundverständnis des Deutschen Museums Bearbeiten

Erklärtes Ziel des Deutschen Museums ist es, dem interessierten Laien in verständlicher Weise naturwissenschaftliche und technische Erkenntnisse möglichst lebendig nahe zu bringen.

Dazu zeigt es die geschichtliche Entwicklung der Naturwissenschaften und der Technik an ausgewählten Beispielen und deren Bedeutung für die technische und die gesellschaftliche Entwicklung.

Das Deutsche Museum hat die folgenden Ausstellungen:

  • das Stammhaus auf der Museumsinsel in München,
  • das Verkehrszentrum in München,
  • die Flugwerft in Oberschleißheim und
  • das Deutsche Museum Bonn.

Außerdem existiert eine Studiensammlung mit ca. 94.000 Objekten, eine Spezialbibliothek für die Geschichte der Naturwissenschaften und Technik mit ca. 850.000 Bänden und Archive mit zahlreichen Originaldokumenten.

Das Forschungsinstitut für Technik- und Wissenschaftsgeschichte des Deutschen Museums arbeitet mit der Ludwig-Maximilians-Universität und der Technischen Universität zusammen.

Das Kerschensteiner Kolleg veranstaltet Fortbildungskurse für Lehrer und Studenten über die Geschichte der Naturwissenschaften und der Technik.

Ständige Ausstellungen auf der Museumsinsel in München Bearbeiten

  • Agrar- und Lebensmitteltechnik
  • Altamira-Höhle
  • Amateurfunk
  • Astronomie
  • Bergbau
  • Brückenbau
  • Chemie
  • Drucktechnik
  • Eisenbahn und Bergbahnen
  • Energietechnik
In der Abteilung werden grundlegende Informationen aus dem Bereich der Energietechnik zum Energieverbrauch, zur Energieumwandlung und zur Energieverwendung gemacht. Die verschiedenen Primärenergien werden dargestellt und dann besonders auf die Nutzung der Sonnenenergie eingegangen. Die Möglichkeiten und Probleme der Energiespeicherung werden aufgezeigt. Im Themenkomplex Kernenergie werden die physikalischen Grundlagen der Kernspaltung, der grundsätzliche Aufbau von Kernkraftwerken und Konzepte zur Gefahrenabwehr vorgestellt. Die beim Betrieb von Kernkraftwerken entstehende künstliche Radioaktivität wird mit anderen Formen der künstlichen und der natürlichen Radioaktivität verglichen und die verschiedenen Arten der Lagerung von radioaktiven Abfällen aufgezeigt.
  • Erdöl und Erdgas
  • Foucaultsches Pendel
  • Geodäsie
In der Abteilung werden die Methoden der Geodäsie und deren Entwicklungen dargestellt, um die Erdoberfläche zu vermessen und die Gestalt der Erde zu bestimmen. Bei den Messmethoden sieht man Geräte, mit denen man Längen, Winkel und Höhen misst, um damit die Lage eines Ortes zu bestimmen. Auch Messungen mittels Astronomie oder Satelliten werden vorgestellt. Ein besonderer Bereich befasst sich mit dem Kataster, dem Grundbuch und der Flurkarte. Auch auf die Methoden der Ingenieurvermessung von Bauwerken, technischen Anlagen und sportlichen Leistungen wird eingegangen. Schließlich werden die unterschiedlichen Darstellungen der Erde mittels Globen und Landkarten an Beispielen gezeigt. In dem Bereich Orientierung mit Landkarte und Kompass kann man lernen, wie man sich damit in der Natur zurecht findet.
  • Glastechnik
Die Abteilung gliedert sich in die vier Bereiche Glas als Werkstoff, Hohlglas, Flachglas und Spezialglas. Im ersten Teil werden die Bestandteile, wichtige Eigenschaften des Glases und die geschichtliche Entwicklung der Glasherstellung in Modellen gezeigt. Die Herstellung von Hohlgläsern ist von der Glasmacherpfeife bis zur modernen Massenherstellung zu sehen. Die Herstellung von Flachglas kann man an Hand der alten Techniken zur Herstellung aus Hohlglas und die Massenfertigung, die erst im 20. Jh. erfunden wurde, kennen lernen. Die unterschiedlichen Grundstoffe und Eigenschaften von Spezialgläsern werden an Beispielen aus den Anwendungsbereichen Optik, Elektrotechnik, Chemie und Pharmazie verdeutlicht.
  • Informatik
  • Keramik
  • Kutschen und Fahrräder
  • Kraftmaschinen
In der Abteilung sind Kraftmaschinen entsprechend der Art ihrer Energieumwandlung ausgestellt. Es beginnt mit den Muskelkraftmaschinen und den verschiedenen Wind- und Wasserrädern, die noch durch die Wasserturbinen ergänzt werden.
Bei den Dampfmaschinen sind besonders sehenswert der Nachbau einer doppeltwirkenden Wattschen Betriebsdampfmaschine von 1788 und die Ventildampfmaschine der Gebrüder Sulzer aus dem Jahr 1865. Die Dampfturbinen von Carl Gustav Patrik de Laval (1888) und Charles Parsons (1889) zeigen den Übergang von den Kolbendampfmaschinen zu den in der modernen Stromerzeugung dominierenden Dampfturbinen.
Bei den Verbrennungsmotoren sind der erste stationäre Viertakt-Otto-Motor von 1876 und die daraus abgeleiteten Fahrzeugmotoren von Gottlieb Daimler (1886/1889) zu sehen. An weiteren Verbrennungsmotoren sind der Dieselmotor von Rudolf Diesel (1897), Wankelmotoren und Strahltriebwerke ausgestellt.
  • Luftfahrt / Raumfahrt
  • Maschinenelemente
  • Maß und Gewicht
  • Mathematisches Kabinett
  • Metalle
  • Mikroelektronik
  • Musikinstrumente
  • Museumsgeschichte
  • Papier
  • Pharmazie
Mittelpunkt und raumbeherrschender Blickfang der Ausstellung ist das begehbare Modell einer menschlichen Zelle (Biologie)|Zelle im Maßstab 1:350.000. Der Besucher erhält so einen Einblick in den Aufbau und in biochemische Prozesse der kleinsten Lebenseinheit. Die Ausstellung umfasst zehn Themengebiete, die von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Infektionskrankheiten über Schmerzbekämpfung und Empfängnisverhütung bis zur Herstellung und Entwicklung von Arzneimitteln reichen. Den Abschluss bildet die Rekonstruktion der historischen Apotheke des Klosters St. Emmeram in Regensburg, die bereits seit 1925 im Deutschen Museum zu sehen ist.
  • Physik
  • Planetarium
  • Raumfahrt
  • Schifffahrt
  • Starkstromtechnik
  • Technisches Spielzeug
  • Telekommunikation
  • Textiltechnik
  • Tunnelbau
  • Umwelt
  • Wasserbau
Diese Abteilung befasst sich sowohl mit Bauten im Wasser, wie Schleusen, Staumauern und Flusslaufgestaltung als auch über das Wasser, nämlich Brücken. Es sind anschauliche Modelle von Flussbrücken, angefangen bei Cäsars Rheinbrücke bis hin zu modernen Autobahnbrücken ausgestellt. Durch den ganzen Austellungsraum führt eine Schrägseilbrücke, auf der die Besucher laufen können und auch die momentane Brückenschwankung angezeigt wird.
  • Werkzeugmaschinen
  • Wissenschaftliche Instrumente
  • Zeitmessung

Außerdem werden Sonderausstellungen zu aktuellen Themen angeboten.

Führungen Bearbeiten

In zahlreichen Abteilungen werden zu bestimmten Tageszeiten Führungen angeboten, an denen jeder Besucher ohne Voranmeldung teilnehmen kann.

Führungen für Schulklassen, Fachführungen und Führungen in Fremdsprachen können auf Voranmeldung durchgeführt werden.

Das Kinderreich bietet Kindern in Begleitung Erwachsener spielenden Zugang zu technischen Fragestellungen.

Eine der bekanntesten Vorführungen ist die Hochspannungsanlage im Erdgeschoss.

Weblinks Bearbeiten

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Museum Deutsches Museum aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Museum&action=history Liste der Autoren verfügbar.

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