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Das Deutsche Literaturarchiv in Friedrich Schillers Geburtsort Marbach am Neckar wurde am 12. Juli 1955 gegründet. Es ist das größte deutsche Literaturarchiv in freier Trägerschaft. Träger ist die Deutsche Schillergesellschaft e. V. mit 3.700 Mitgliedern aus aller Welt (Stand Mai 2005).

Seit April 2005 heißt es offiziell Deutsches Literaturarchiv Marbach.

Es bildet zusammen mit dem Schiller-Nationalmuseum die einheitliche Institution Schiller-Nationalmuseum und Deutsches Literaturarchiv mit

  • seinen sammelnden Abteilungen (Handschriftenabteilung, Bibliothek, Bild-Abteilung, Cotta-Archiv),
  • der Museums-Abteilung und
  • der Direktions- und Verwaltungsabteilung.

ZieleBearbeiten

Die gemeinsamen selbst erklärten Ziele der Marbacher Institute sind

  • Texte und Dokumente der neueren deutschen Literatur zu sammeln, zu ordnen und zu erschließen.
  • Die Ergebnisse
    • im Museum durch Ausstellungen und Kataloge,
    • vom Archiv durch wissenschaftliche Veröffentlichungen, Lese- und Studienausgaben und Verzeichnisse in verschiedenen Schriftenreihen der Deutschen Schillergesellschaft der interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Die SammlungBearbeiten

Die Sammlungen der Deutschen Literatur von 1750 bis zur Gegenwart umfassen:

  • in der Handschriftenabteilung mehr als 1.100 Nachlässe und Sammlungen von Schriftstellern, Philosophen und Gelehrten sowie Archive literarischer Verlage und Zeitschriften; dazu ca. 50.000 Einzelautographen.
  • in der Bibliothek eine Spezialsammlung zur neueren deutschen Literatur mit etwa 700.000 Bänden, darunter zahlreiche geschlossen aufgestellte Schriftsteller-, Verlags- und Sammlerbibliotheken; außerdem Antiquariats- und Autographenkataloge, Buchumschläge und Verlagsprospekte. Es sind ca. 1.000 Zeitschriften abonniert, die zum Teil für den Katalog ausgewertet werden. Angeschlossen ist eine Dokumentationsstelle für Graue Literatur, die nicht im Buchhandel erscheint: Rund 25.000 Mappen zur Zeitungsdokumentation und Rundfunk-, Fernseh- und Theaterprogrammsammlungen, dazu Ton- und Bildton-Dokumente.
  • in der Bildabteilung bildliche und gegenständliche Quellen zur Literatur, vor allem Schriftstellerporträts mit über 200.000 Sammlungsobjekten: Gemälde, Skulpturen, Medaillen, Graphiken und Scherenschnitte, Photographien, Plakate und Buchumschläge, Totenmasken und Erinnerungsstücke. Eine Musikaliensammlung mit Notendrucken und -Handschriften und eine Photowerkstatt sind angeschlossen.
  • im Cotta-Archiv das historische Verlagsarchiv des Tübinger und Stuttgarter Cotta-Verlags (1650-1900), des bedeutendsten Verlags der deutschen Klassik, mit ca. 150.000 Briefen, Vertragsakten, Verlagsregistratur und Produktionsbibliothek.

VeröffentlichungenBearbeiten

Museum und Archiv veröffentlichen regelmäßig aus den Sammlungen:

  • Jahrbuch der Deutschen Schillergesellschaft - Internationales Organ für neuere deutsche Literatur
  • Veröffentlichungen der Deutschen Schillergesellschaft
  • Marbacher Kataloge
  • Marbacher Magazine
  • Marbacher Bibliothek
  • Marbacher Faksimile-Drucke
  • Spuren
  • Deutsches Literaturarchiv. Verzeichnisse - Berichte - Informationen

CollegienhausBearbeiten

Die Deutsche Schillergesellschaft konnte dank mäzenatischer Hilfe und öffentlicher Zuwendungen 1993 ein Collegienhaus (mit 30 Appartements) für das Deutsche Literaturarchiv eröffnen, gedacht für forschende Gäste, Autoren, Stipendiaten. Es trägt sich wirtschaftlich selbst.

Literaturmuseum der Moderne (Eröffnung 2006) Bearbeiten

Seit 2004 entstand in unmittelbarer Nachbarschaft zu Schiller-Nationalmuseum und Deutschem Literaturarchiv als viertes Gebäude das Literaturmuseum der Moderne, das vom britischen Architekten David Chipperfield geplant wurde. Die Übergabe des neuen Gebäudes fand am 9. Januar 2006 statt.

Das neue Museum wird sich der deutschsprachigen Literatur des 20. Jahrhunderts, mit besonderem Schwerpunkt Literatur seit 1945, widmen. Im Sommer 2006 wird die erste Ausstellung eröffnet.


WeblinksBearbeiten



Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Deutsches Literaturarchiv Marbach aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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