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Die Ruine der Burg Wildenberg (auch Wildenburg) im Odenwald liegt etwa 5 km südwestlich von Amorbach in der Gemeinde Kirchzell auf einem Bergvorsprung.

Die Edelherren von Dürn, verdiente Gefolgsleute der Stauferkaiser und Schutzvögte des Klosters Amorbach, errichteten um 1200 diese Burg. Wildenberg kann heute aufgrund der Größe und der vorhandenen Bauwerke als der „Führungsbau" bzw. das Vorbild für den deutschen Burgenbau angesehen werden. Kunstgeschichtlich rückt sie in die vorderste Reihe stauferzeitlicher Profanbauten. Palas, Bergfried und der Torturm mit Kapelle sind erhalten. Wertvolle Schmuckformen haben große Ähnlichkeit mit Formen in der staufischen Kaiserpfalz Gelnhausen.

Am großen Kamin im Palais könnte Wolfram von Eschenbach Teile seines Parzival vorgetragen haben, denn er spielt an einer Stelle seiner Dichtung auf ihn an. Spekulativ betrachten manche die Burg sogar als Vorbild für die 'Gralsburg' Montsalvatsche oder Munsalvaesche (Mons sauvage könnte französisch für Wilden Berg sein). Einen guten Überblick über die literarischen Debatten, bzgl. dieser Annahme beschreibt Günther Ebersold in seinem Buch "Wildenberg und Munsalvaesche", erschienen 1988 im Peter Lang Verlag. Interessante Auszüge aus diesem Werk können hier eingesehen werden.

1271 / 1272 wurde die Burg an das Erzstift Mainz verkauft und somit Amtssitz der Mainzer Verwaltung. 1356 soll ein Erdbeben die Burg stark beschädigt haben. Im Bauernkrieg waren es Bauern aus dem „hellen Haufen" des Ritters Götz von Berlichingen, die die Burg Wildenberg am 4. Mai 1525 niederbrannten. Seitdem ist sie eine Ruine.

1803 kam sie durch die Säkularisation an das Fürstentum Leiningen. 1806 wurde das Fürstentum Leiningen durch das Großherzogtum Baden mediatisiert. 1810 kam das Gebiet um Amorbach an das Großherzogtum Hessen-Darmstadt und 1816 an das Königreich Bayern.

Heute ist die Burgruine beliebtes Wanderziel.

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