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Die Burg Veldenstein ist eine große, gut erhaltene mittelalterliche Wehranlage oberhalb von Neuhaus an der Pegnitz am südlichen Ende des Naturparks Veldensteiner Forst, ca. 30 km nordöstlich von Nürnberg in Franken, Bayern.

GeschichteBearbeiten

Das Jahr der Erbauung der Burg Veldenstein sowie der Name des Erbauers sind unbekannt. Als Erbauer kommt der Bischof von Eichstätt in Frage, der im Auftrag Konrads II. Grenzbefestigungen an der Nordgrenze seines Bistums erbauen ließ (um 1008). Möglich wäre aber auch, daß die Burg erst unter Kaiser Friedrich II. (1212-1250) erbaut wurde.

1269 wird die Burg erstmals als 'novum castrum' (das neue Haus) urkundlich erwähnt. Damals gehörte die Burg bereits zum Bistum Bamberg und war Amtsburg, also Verwaltungssitz, der Bamberger Bischöfe für die umgebenden Ländereien. 1323 wurde die Burg erstmals Veldenstein genannt.

Zuerst waren einfache Bauern Amtmänner auf der Burg, denen auch die Bauernhöfe am Burgberg, die sogenannten Burghutungen, gehörten. Die Burg war zu diesem Zeitpunkt kaum größer als der Bereich des Bergfriedes. Ab dem 14. Jh. kamen dann erstmals Adelige als Vertreter des Bischofs nach Veldenstein. Die weltlichen Herren von Stör, von Egloffstein und später von Wiesenthau erhielten die Verwaltungsburg des Bischofs und das Amt zu Lehen. Hans von Egloffstein erbaute daraufhin Anfang des 15. Jhs. die Innere Burg.

Zwar war die Burg stark befestigt und hielt manchen Angriffen stand, doch im 16. und 17. Jhd. wechselte durch Abtretungen und (Zurück-)Eroberungen mehrmals der Besitzer, so dass die Burg zwischenzeitlich von Brandenburgern, Nürnbergern und schließlich im 30jährigen Krieg 1632 von den Schweden besetzt wurde, denen drei Jahre später die Bayern folgten.

Schließlich residierten wieder die Bamberger Bischöfe auf Veldenstein, bis die Burg 1708 durch einen Blitzeinschlag in den Pulverturm zum großen Teil zerstört wurde. Das Interesse der Bischöfe schwand und die Ruine verfiel mehr und mehr. 1807 wurde das Oberamt Veldenstein aufgelöst. Neuhaus fiel infolge der Säkularisation laut Friedensvertrag von Lunéville mit Napoléon Bonaparte an Bayern, wobei das Amtsgebiet zwischen Preußen und Bayern aufgeteilt wurde, deren Grenze bis 1972 mitten durch die heutige Marktgemeinde ging.

Da die verfallene Burg für Bayern nicht von Interesse war, wurde sie an Privatleute verkauft und wechselte mehrmals den Besitzer.

1945 wurden Neuhaus und die Burg nach kurzen Gefecht von den Amerikanern erobert, die in der Burg Quartier nahmen und die Burg mit Presslufthammern umgruben. Der 'Goldrausch' war durch das Gerücht ausgebrochen, Göring habe die in den letzten Kriegstagen von seinem Anwesen außer Gefahr gebrachten Kunstschätze nach Veldenstein geschickt. Gefunden wurde schließlich aber nur eine Kiste mit 36 - immerhin sehr alten- Tischleuchtern und Wein, Sekt und Cognac.

1950 wurde der Freistaat Bayern Eigentümer der Burg und stellte diese unter Denkmalschutz.

Ab 1968 wurde die Anlage von einer Falknerei genutzt, ehe 1972 die örtliche Kaiser Bräu Pächterin der Burg wurde. Das einstige Herrenhaus wurde zum Hotel-Restaurant umgebaut und die Burganlage 1974 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht; außerdem befinden sich einige Privatwohnungen auf dem Gelände.

WeblinksBearbeiten

http://www.burg-veldenstein.de

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