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Die Burg Frankenberg (auch Frankenburg genannt) liegt im so genannten Frankenberger Viertel, einem Stadtteil Aachens in Nordrhein-Westfalen (zwischen den Stadtteilen Aachen-Burtscheid und Aachen-Forst). Ihr Name leitet sich von dem Begriff "Franke" ab, der für eine freie und unabhängige Burg steht. Schon kurze Zeit nach ihrer Erbauung wurde sie jedoch ein Lehen der Markgrafen und späteren Herzöge von Jülich, Kleve und Berg.

Geschichte der Bewohner und Besitzer Bearbeiten

Lange hielt sich die Meinung, Karl der Große habe die Burg erbauen lassen (siehe auch Fastrada-Sage), Forschungen haben jedoch ergeben, dass die Anlage aus dem 13. Jahrhundert (vermutlich aus dessen zweiter Hälfte) stammt.

Historisch gesichert ist, dass die Burg der Sitz der Vögte war, die mit dem Schutz der benachbarten, reichsunmittelbaren Abtei Burtscheid beauftragt waren. Als einer jener Vögte ist Edmund von Merode geschichtlich belegt, dessen Vater Johann von Merode 1306 urkundlich Erwähnung findet. Edmunds Großvater Arnold I. von Merode gilt als Erbauer der Anlage, deren Ursprünge in einem wehrhaften Adelswohnsitz zu suchen sind und die weit außerhalb der damaligen Aachener Stadtbefestigung errichtet wurde.

1352 wird Burg Frankenberg erstmals urkundlich erwähnt, und obwohl sie als gut gesicherte Wasserburg galt, konnte sie 1391 von Raubrittern - den Herren von Schönforst - erobert werden. Doch offenbar konnten sich diese nicht lange an ihrer Eroberung erfreuen, denn bereits 1449 ist die Frankenburg wieder im Besitz des Ritters Johann von Merode (genannt von Frankenberg), der in diesem Jahr der Stadt Aachen die Fehde ansagte.

Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Hauptburg als Wohnhaus und Werkstatt durch den bekannten Ingenieur und Flugzeugkonstrukteur Hugo Junkers genutzt.

Nach den Zerstörungen des 2. Weltkriegs begann im September 1961 die Einrichtung als Heimatmuseum, ehe Burg Frankenberg 1971 zum bisher letzten Mal instand gesetzt wurde.

Baugeschichte Bearbeiten

Nachdem bauliche Untersuchungen ergeben haben, dass die Entstehung der Burg Frankenberg in das 13. Jahrhundert zu datieren ist, musste die Annahme, sie sei auf den Grundmauern eines alten römischen Wachturms errichtet worden, als unhaltbar verworfen werden.

Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts bestand die zweigeschossige Burganlage aus einer breit angelegten Vorburg, einem Wirtschaftshof und der von allen Seiten mit Wasser umgebenen, auf einem natürlichen Felshügel errichteten Hauptburg.

Während der bisher letzten Instandsetzungsarbeiten 1971 wurden einige bauliche Veränderungen, die zwischen 1834 und 1838 im gotisierend romantischen Stil vorgenommen worden waren, zurück geführt. U. a. wurden die damaligen übergroßen Zinnen des Bergfrieds wieder abgenommen. Auch der Burghof erhielt sein ursprünglich tiefer gelegenes Niveau zurück, wodurch der ehemalige, zugeschüttete Burgbrunnen wieder zutage kam.

Das Museum Bearbeiten

Das heutige Museum dokumentiert u. a. die Aachener Stadtgeschichte vom steinzeitlichen Feuersteinbergwerk über die römischen Thermenanlagen bis in die Zeit der Industrialisierung.

Im Bergfried werden Teil-Sammlungen des Suermondt-Ludwig-Museums präsentiert, so z.B. antike griechische und römische Keramik und einige altägyptische Ausstellungsstücke. Darüber hinaus unterhält das Museum ein Münzkabinett, mit Münzfunden aus Aachen und der Umgebung.

Die Fastrada-Sage Bearbeiten

Karl der Große erhielt von einer Schlange als Dank für ein Urteil, das er zugunsten der Schlange gefällt hatte, einen Zauberring als Geschenk. Karl würde die Person, die jenen Ring trage, für immer lieben, behauptete die Schlange. Der Kaiser schenkte den Ring daraufhin seiner damaligen Ehefrau Fastrada.
Als sie starb, war Karls Trauer derart groß, dass seine Untertanen in Sorge gerieten, ob des Zustands ihres Herrn. Erzbischof Turpin von Reims entdeckte schließlich, dass die Tote durch ihren Ring den Kaiser noch immer an sich band. So zog Turpin den Ring von Fastradas Finger und warf ihn in den Teich der Burg Frankenberg.
Daraufhin war Karl der Große für ewig mit diesem Ort verbunden, und es zog ihn immer wieder dorthin, denn er fand nur inneren Frieden, wenn er am Rande dieses Gewässers saß und seinen Träumen nachhing.

Weblinks Bearbeiten



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