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Das Bahnbetriebswerk Nördlingen, in dem sich das Bayerische Eisenbahnmuseum e.V. befindet, kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Bereits 1849 entstand mit dem Bau der Ludwigs-Süd-Nord-Bahn von Lindau nach Hof eine Werkstätte für die Instandhaltung von Lokomotiven und Wagen. Aus dieser Zeit stammen noch Trakt 2 und 3 des Ringlokschuppens, die später lediglich verlängert wurden. Auch die Werkstattgebäude stammen aus der Zeit vor 1900, ebenso der Grundriß der erst als "Montirung" bezeichneten Triebwagenhalle. Die Anlagen wurden im Laufe der Zeit bis 1937 ständig erweitert und dem Bedarf angepasst. Die letzte Erweiterung wurde von 1935 bis 1937 vorgenommen, als die Lokschuppenstände verlängert und eine 20m-Drehscheibe eingebaut wurde.

Einen großen Einschnitt in die Geschichte brachte der Luftkrieg in den Jahren 1944 und 1945, als weite Teile des Betriebswerks zerstört wurden. Verschont blieben lediglich Trakt 2 und 3 des Ringlokschuppens neben den Werkstattgebäden und dem Wasserturm. Die Anlagen wurden noch in den Jahren bis 1949 teilweise modernisiert wieder aufgebaut.

In einer kurzen Blütezeit erlebte das Bw noch die Zuteilung von Dieseltriebfahrzeugen (Baureihe V 100|V 100 und Schienenbus|VT 98) und Akkutriebwagen ETA 150. Schon 1966 endete die planmäßige Beheimatung von Dampflokomotiven. Mit der Elektrifizierung der Strecken Donauwörth - Aalen und Neuoffingen - Ingolstadt wurden viele Dieseltriebfahrzeuge entbehrlich, sodass 1982 das Bw als eigenständige Dienststelle geschlossen wurde. Die Stillegungen der von Nördlingen ausgehenden Nebenbahnen taten ihr übriges, um in den gesamten Bahnhof Nördlingen Stille einkehren zu lassen. 1985 wurde auch die Bahnmeisterei aus dem Gelände ausgelagert und der Betrieb als Außenstelle des Bw Augsburg aufgegeben.

Im Herbst 1985 übernahm das Bayerische Eisenbahnmuseum die teilweise demontierten Anlagen. Seitdem wird in mühevoller Kleinarbeit versucht, wieder ein komplettes Bahnbetriebswerk einzurichten. So mußten einige Gleise wieder neu verlegt und etliche Lokschuppenstände wieder an die Drehscheibe angeschlossen werden. Daneben wurden noch zwei Wasserkräne neu installiert. In naher Zukunft soll auch wieder eine Bekohlungsanlage in Betrieb genommen werden.

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