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Das Adelhausermuseum in Freiburg im Breisgau wurde 1895 als Städtisches Museum für Natur- und Völkerkunde gegründet. Es liegt am Rande der Altstadt, nur wenige Meter von den Resten der ehemaligen Stadtmauer am beliebten Augustinerplatz entfernt. Nach mehreren Ortswechseln eröffnete das Naturkundemuseum Ende 1931 im früheren Schulgebäude an der Gerberau seine Schauräume. 1961 konnten auch die Sammlungen des Völkerkundemuseums in den Räumen des direkt angebauten Adelhauser Neuklosters wieder der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Das Museum bietet mit seinen natur- und völkerkundlichen Sammlungen faszinierende Einblicke in die Kulturgeschichte fremder Länder und in die Besonderheiten unserer Naturräume:

In der Abteilung Völkerkunde wird dies anhand von Alltags-, Kunst- und Ritualgegenständen aus Afrika, Asien, dem indianischen Amerika sowie der Südsee vermittelt. Der Erwerb zahlreicher ethnologisch bedeutsamer Exponate datiert bis ins späte 19. Jahrhundert zurück. Freiburger Bürger hatten sie auf ihren teils ausgedehnten Reisen durch Asien und andere Regionen der Welt zusammengetragen und später dem Museum überlassen (vgl. Odo Deodatus I. Tauern).

In der Abteilung Naturkunde kann man Wissenswertes über funkelnde Edelsteine, Erze und Mineralien, Bergbau im Schwarzwald, Meteorite, Gesteine und Fossilien sowie zahlreiche Insekten, Vogel- und Säugetier-Präparate erfahren. Die regionalen Sammlungsschwerpunkte liegen im Bereich Südwestdeutschland (Baden-Württemberg), einzelne Sammlungsteile sind jedoch auch international ausgerichtet, so z.B. das Edelsteinkabinett. Letzteres wurde bereits 1960 ins Leben gerufen, um an das ehemals überregional bedeutende Edelsteinschleifer-Gewerbe im Breisgau zu erinnern, das schon von Sebastian Münster im Jahre 1544 beschrieben wurde: Fast ein halbes Jahrtausend waren Freiburg und Waldkirch neben Städten wie Straßburg, Nürnberg, Wien und Mailand bedeutende Zentren für hoch entwickelte Steinschleifer- und Hohlwerkerbetriebe. Andere europäische Schleiferzentren gelangten hingegen erst später zu großem Ansehen, darunter die international bekannte Edelstein-Metropole Idar-Oberstein. Bis in die Anfänge des 19. Jahrhunderts hatten die Freiburger "Bohrer und Balierer" sogar das Monopol für die Verarbeitung des berühmten böhmischen Granats (Pyrop) inne, eine aus heutiger Sicht mehr als bemerkenswerte Facette in der fast 900-jährigen Geschichte dieser Stadt.

Neben den Schausammlungen des Adelhausermuseums eröffnen jährlich zwei bis vier Sonderausstellungen sowie mehrere Studioausstellungen neue Perspektiven auf natürliche und kulturelle Zusammenhänge. Eine beliebte Veranstaltung für die jüngsten Museumsgäste ist die alljährlich vor und an Ostern stattfindende Ausstellung "Vom Ei zum Küken", die gleichzeitig aktuelle und wissenswerte Verbraucher-Informationen rund ums Ei vermittelt.

Die Museumspädagogik des Adelhausermuseums bietet für alle Besucher und Gruppen jeder Altersstufe individuelle und zielgruppenorientierte Programme an (Schwerpunkte: Kindergartengruppen und Schulklassen).

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